/eHighway: Siemens bestückt Autobahnabschnitt in Hessen mit Oberleitung

eHighway: Siemens bestückt Autobahnabschnitt in Hessen mit Oberleitung

eHighway: Siemens bestückt Autobahnabschnitt in Hessen mit Oberleitung


Andreas Wilkens

Siemens &. Co. versprechen sich von dem Projekt, den Energieaufwand zu halbieren und die lokale Luftverschmutzung zu verringern.

(Bild: siemens.com)

Der geplante eHighway in Hessen soll von Siemens gebaut werden. Fertig sein soll er Ende 2018.

Das Projekt eHighway kommt voran. Nun hat das Land Hessen Siemens damit beauftragt, einen Abschnitt der Bundesautobahn A5 mit einer Oberleitungsanlage für elektrifizierten Straßengüterverkehr auszurüsten. Sie soll Ende 2018 fertig sein und dann die erste Infrastruktur für elektrisch angetriebene Lkw auf einer deutschen Autobahn darstellen, wie Siemens mitteilt.

Projektbeginn 2019

Vorgesehen für das Testprojekt ist ein zehn Kilometer langer Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt. Ab Anfang 2019 sollen hier versuchsweise Lkw mit Stromabnehmern und Hybridantrieb fahren.

Das Bundesumweltministerium fördert das Vorhaben eHighway als Teil des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 mit rund 35 Millionen Euro. Dafür soll in der Nähe von Lübeck an der A1 ein zweiter Abschnitt mit einer Oberleitung versehen werden. In Hessen wollen sich die Speditionen Schanz, Ludwig Meyer und die Raiffeisen Waren-Zentrale an dem Test beteiligen.

Für stark befahrene Lkw-Pendelstrecken

Der weltweit erste eHighway wurde im Juni 2016 in Schweden auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt der E16 nördlich von Stockholm in Betrieb genommen. Siemens ist hier beteiligt ebenso wie an einem ähnlichen Projekt in Kalifornien.

Siemens geht für seine Vorhaben von Zahlen des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) aus, laut denen sich die weltweite Transportleistung zwischen 2000 und 2050 verdreifachen werde. Etwa ein Drittel dieser zusätzlichen Gütertransporte könne trotz erheblichen Ausbaus der Bahninfrastruktur auf der Schiene bewältigt werden. Der eHighway sei auf stark frequentierten Lkw-Pendelstrecken ökologisch und ökonomisch sinnvoll, beispielsweise zwischen Häfen oder Fabrikanlagen und Güterverkehrszentren oder zwischen Gruben oder Minen und zentralen Umladeplätzen.


(anw)