/DTM: Glock will Geschichte schreiben “Kein Ex-Formel-1-Fahrer hat das geschafft!”

DTM: Glock will Geschichte schreiben “Kein Ex-Formel-1-Fahrer hat das geschafft!”

— 12.09.2017

“Kein Ex-Formel-1-Fahrer hat das geschafft!”

Am Nürburgring hat Timo Glock eine Pleite einstecken müssen. Aber noch ist er drin im Titelkampf. Mit AUTO BILD MOTORSPORT spricht er darüber.

Der Titelkampf in der DTM ist knallhart. Mathematisch haben vier Rennen vor Saisonende noch 14 Fahrer die Chance auf die Meisterkrone, zehn davon sogar realistisch. Timo Glock (BMW) hat als Tabellen-Siebter 28 Zähler Rückstand auf den Meisterschaftsführenden Mathias Ekström (Audi). 112 Punkte sind noch zu vergeben.

Timo Glock will den Titel

Glock ist hochmotiviert – weil er Geschichte schreiben will. „Ich habe den Wechsel in die DTM als Herausforderung gesehen. Zwar haben viele ehemalige Formel-1-Fahrer mal hier gewonnen, aber keiner konnte erfolgreich um den Titel mitkämpfen. Ich will das schaffen“, macht er im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT klar. „Deswegen wäre es schön, wenn es dieses Jahr mit dem Triumph klappt. Würde ja auch passen – denn vor genau zehn Jahren habe ich in der GP2 meinen letzten Titel geholt. Meine Ansagen waren immer klar: In meinen ersten Jahren wollte ich ein paar Rennen gewinnen und Highlights setzen. Seit letzter Saison peile ich die Top 5 in der Meisterschaft an und will um den Titel mitkämpfen. Bisher gehen meine eigenen Prognosen auf.“

Am Nürburgring musste er allerdings eine Enttäuschung verdauen: Er kam nicht über die Plätze zwölf und acht hinaus, verlor also entscheidenden Boden auf die Titelrivalen.

Über seine mittelfristige Zukunft ist sich der 35-Jährige indes noch nicht im Klaren. Dabei wird er längst mit einem BMW-Cockpit in der Formel E ab Ende 2018 in Verbindung gebracht. „Es ist der Hammer, wie viele Hersteller in die Formel E einsteigen“, so Glock. „Wir müssen jetzt abwarten, wie sich das alles entwickelt. Die Formel E ist auf einem guten Weg, aber sie muss noch die eine oder andere Hürde meistern. Vor allem muss allen bewusst werden, dass die Formel E noch kein rein grüner Motorsport ist. Der Strom muss ja auch produziert werden. Momentan sehe ich persönlich die Serie noch eher als Marketingveranstaltung. Aber: Ich war aber noch nie live vor Ort und bin noch nie einen Formel-E-Renner gefahren. Daher kann ich noch kein richtiges Urteil abgeben.“

Autoren: Andreas Reiners, Michael Zeitler