/DTM: BMW und Audi wollen Japan-Koop Rettet Japan die DTM?

DTM: BMW und Audi wollen Japan-Koop Rettet Japan die DTM?

— 10.09.2017

Rettet Japan die DTM?

BMW hat sich deutlich zur DTM bekannt und den Willen zur Kooperation mit der japanischen Super GT unterstrichen. Auch Audi ist mit im Boot.

DTM goes East! Wird die Zukunft der DTM schon in den nächsten Wochen festgezurrt? BMW hat sich mit sehr deutlichen Worten zur DTM bekannt, auch über 2018 hinaus. Mit einer Bedingung: Die Münchner fordern, dass man endlich mit der superschnellen japanischen Super GT-Serie kooperieren muss. Heißt: Das bereits eingestaubte so genannte Class-One-Reglement soll nach dem Mercedes-Ausstieg 2018 endlich umgesetzt werden.

Für Jens Marquardt ist klar, wie die Zukunft aussieht

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt: „Wir sind dazu bereit, DTM-Fahrzeuge mit hocheffizienten, leistungsstärkeren Vierzylinder-Turbomotoren und reduzierter Aerodynamik auszurüsten. Damit würden wir die Tür für ein weltweit einheitliches Reglement öffnen und die DTM zum Beispiel auf der gleichen technischen Basis wie die Fahrzeuge der Japanese Super GT Championship fahren lassen.“

Der Clou: In der japanischen Super GT-Serie sind Lexus (Toyota), Nissan und Honda unterwegs, die man so zu einem Einstieg in die DTM bewegen könnte, ohne dass sie dafür extra ein neues Auto bauen müssten. Gleichzeitig könnten BMW und Audi ihre Renner auch nach Japan schicken und dort mit einem etwas anderen sportlichen Reglement (Langstreckenrennen) an der Super GT-Serie teilnehmen. 

Was bislang zur Kooperation fehlte, war der Vierzylinder-Turbomotor (2 Liter Hubraum, ca. 600 PS), mit dem die Super GT bereits seit 2014 fährt und dessen geplante Einführung 2017 vor zwei Jahren auf 2019 verschoben wurde – ausgerechnet auf Initiative von Mercedes!

BMW und Audi wollen es mit den Japanern versuchen

Nun scheint die Kooperation mit Japan der einzige Weg zu sein, das Überleben der DTM zu garantieren. „Dieses Konzept würde die Zukunft der DTM sichern, sie international öffnen und die Plattform damit noch attraktiver machen”, erklärt Marquardt. “Wir würden es sehr begrüßen, wenn uns andere Hersteller folgen und sich ebenfalls zur DTM bekennen.“

Audi tut das! Audi-Motorsportchef Dieter Gass stellte auf Nachfrage klar: „Den Vierzylinder haben wir über Jahre vorangetrieben. Wenn nicht ein dritter Hersteller sein Veto eingelegt hätte, würden wir schon längst damit fahren. Wir haben 2019 auch gar keinen Achtzylinder mehr, mit dem wir fahren könnten.“ Das technische Reglement für 2019 müsste bis Ende des Jahres feststehen, damit die Hersteller anfangen können die völlig neuen Autos zu entwickeln.