/DTM: Audi-Pilot Rast gewinnt am Sonntag Drama um Green, Ekström profitiert

DTM: Audi-Pilot Rast gewinnt am Sonntag Drama um Green, Ekström profitiert

— 24.09.2017

Drama um Green, Ekström profitiert

René Rast führt zweiten Dreifacherfolg von Audi in Spielberg an. Bitter läuft es für Jamie Green. Mattias Ekström geht als Spitzenreiter ins Saisonfinale.

Dramatische Schlussphase im Sonntagslauf der DTM in Spielberg: Jamie Green dominiert das ganze Rennen von der Pole aus und schickt sich an, die Meisterschaft wieder spannend zu machen – doch kurz vor Schluss wird der Brite von einem Getriebeproblem eingebremst. Den Sieg erbt Markenkollege René Rast, macht wie schon am Samstag einen Dreifachsieg für Audi perfekt. Mike Rockenfeller und Nico Müller belegen hinter ihm die Plätze auf dem Podium.

Green hingegen schleppt sich nur auf Platz 14 ins Ziel: „Ich hatte leider ein Getriebeproblem, drei Runden vor Schluss konnte ich nicht mehr schalten“, sagt Green. „Sehr Schade. Ich bin ein gutes Rennen gefahren, mehr kann ich nicht machen. Aber es war leider nicht mein Tag.“

Drama bei Audi: Green wird langsamer, Rast überholt

Trost gibt es auch von Meisterschaftskonkurrent und Markenkollege Mattias Ekström, der das Rennen hinter Gary Paffett (Mercedes) als Fünfter beendete: „Ich habe Mitleid mit Jamie, das ist schon Hardcore: Er hat das ganze Wochenende eine Topleistung gezeigt, war brutal schnell – aber Glück hatte er am Ende leider keines.“

Green wäre mit seinem Sieg vor dem Finalwochenende der DTM in der Meisterschaft bis auf 6 Zähler an Ekström herangekommen – nun liegt der Schwede mit 172 Punkten komfortabel an der Spitze. Green (137 Punkte) reist als Dritter nur noch mit Außenseiterchancen nach Hockenheim, noch hinter Sonntagssieger René Rast (151 Zähler).

Die Top-3 am Podium: Rast, Rockenfeller und Müller

Audi ist der Titel in der Fahrerwertung damit kaum noch zu nehmen: Denn die Speerspitzen von BMW und Mercedes verlorenen im Meisterschaftskampf weiter an Boden. Marco Wittmann (BMW) wurde nur Sechster am Sonntag, ist nun mit 134 Zählern punktgleich mit Mike Rockenfeller (Audi) Gesamtfünfter. Lokalmatador Lucas Auer (Mercedes / 131 Punkte) schied nach einer Kollision mit Bruno Spengler (BMW) sogar ganz aus. Bei der Aktion kam wenige Minuten vor Schluss das Safety-Car auf die Strecke, schob das Feld noch einmal zusammen und das Unheil für Pechvogel Green nahm seinen Lauf.

Den aktuellen Gesamtstand der DTM gibt es hier im Überblick.

Ergebnis – Rennen, 24.9.2017:

1. René Rast (Minden) – Audi 57:21,893 Min.
2. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) – Audi +1,025 Sek.
3. Nico Müller (Schweiz) – Audi +1,824
4. Gary Paffett (Großbritannien) – Mercedes-Benz +3,741
5. Mattias Ekström (Schweden) – Audi +6,136
6. Marco Wittmann (Fürth) – BMW +7,968
7. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) – BMW +8,181
8. Loic Duval (Frankreich) – Audi +8,457
9. Paul Di Resta (Großbritannien) – Mercedes-Benz +9,328
10. Robert Wickens (Kanada) – Mercedes-Benz +11,305

So lief das Qualifying:

Jamie Green ist in Spielberg nicht aufzuhalten. Nachdem er bereits am Samstag die Pole holte und im Rennen nur seinem in der Meisterschaft führenden Markenkollegen Mattias Ekström den Vortritt lassen musste, raste Green auch am Sonntag zu Startplatz eins. Und diesmal stehen die Chancen auf einen Sieg besser, denn Ekström schaffte es nur auf Platz acht.

“Wahnsinn, was Jamie hier in einer Tour abliefert! Auch René war sehr stark. Das ist super Teamarbeit im Team Rosberg”, freute sich Audis DTM-Leiter Dieter Gass. Denn neben Green startet mit René Rast noch Audi aus der ersten Reihe.

ABMS-Pilot René Rast überzeugte mit Startplatz zwei

“Gestern hatte ich gleich in meiner ersten Runde einen Fehler drin. Aber heute haben wir die Pace auf die Straße gebracht, ich hatte zwei saubere Runs. Nur Jamie war noch einen Ticken schneller”, sagte Rast. Der ABMS-Pilot hat als Gesamtfünfter auch im Titelkampf noch nicht aufgegeben. “Es sind noch über 80 Punkte zu vergeben, da kann noch viel passieren. Auch wenn es schwer wird, ist noch alles möglich”, so Rast.

Bester Nicht-Audi war auf Platz drei Marco Wittmann im BMW. “Damit bin ich mega happy. Ein sehr positives Resultat, denn das ist unsere aktuelle Performance”, so Wittmann, der ein “schweres Rennen” erwartet. “Normal sind wir im Qualifying immer etwas besser, aber im Rennen ist Audi meist stärker über die Distanz. Aber wir kämpfen und versuchen das Beste rauszuholen!”

Ein Debakel erlebte im Qualifying Mercedes. Einzig Gary Paffett schaffte es als Sechster in die Top-10. Der nächste Mercedes war mit Paul di Resta erst auf P13 zu finden. Besonders schlimm: Mercedes einzig verbliebene Hoffnung im Titelkampf, Lucas Auer, erwischte ausgerechnet bei seinem Heimspiel ein ganz schlechtes Qualifying und nimmt das Rennen (15.15 Uhr in der ARD) nur als 18. und Letzter auf!

Qualifying, 24.9.2017:

1. Jamie Green (Großbritannien) – Audi 1:21,955 Min.
2. René Rast (Minden) – Audi +0,055 Sek.
3. Marco Wittmann (Fürth) – BMW +0,201
4. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) – Audi +0,251
5. Nico Müller (Schweiz) – Audi +0,251
6. Gary Paffett (Großbritannien) – Mercedes-Benz +0,288
7. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) – BMW +0,313
8. Mattias Ekström (Schweden) – Audi +0,382
9. Tom Blomqvist (Großbritannien) – BMW +0,435
10. Bruno Spengler (Kanada) – BMW +0,445

Autor: Frederik Hackbarth