/Drogen in Berlin: Die Hälfte der Teilnehmer nimmt regelmäßig Amphetamine und MDMA

Drogen in Berlin: Die Hälfte der Teilnehmer nimmt regelmäßig Amphetamine und MDMA

Berlins Ruf als Party-Hub ist seit langem etabliert, doch am Mittwoch veröffentlichte die Stadt erstmals eine Studie zum Konsum von Partydrogen in der Stadt. Der Bericht des städtischen Gesundheitsamtes der Stadt und des renommierten Charité-Krankenhauses in Berlin zeigte, wie stark der Drogenkonsum die Clubszene der Stadt durchdringt.

Von den Berliner Partygästen gaben mehr als die Hälfte (50,3 Prozent) an, Amphetamine zu konsumieren und fast die Hälfte Ecstasy / MDMA (49,1 Prozent) innerhalb der letzten 30 Tage. Die nächsten beliebtesten Partydrogen waren Kokain (36 Prozent) und Ketamin (32,3 Prozent).

Etwa 12 Prozent der Clubber sagten, dass sie das Halluzinogen LSD verwendeten, während 9,4 Prozent berichteten, dass sie GHB verwenden, das zur Behandlung von Narkolepsie gedacht ist.

Die Studie fand heraus, dass auch andere Substanzen in Hülle und Fülle konsumiert werden. Es stellte sich heraus, dass 87,7 Prozent der Befragten angaben, im vergangenen Monat Alkohol getrunken zu haben, 72,3 Prozent hatten Zigaretten geraucht und 62,3 Prozent hatten etwas Cannabis eingenommen .

Weiterlesen: Berliner Ausstellung über “mutige” afrikanische Drogenhändler verhandelt umstritten

Lokale Drogenkonsumenten

Eine der überraschendsten Enthüllungen in der Studie war, dass der Drogenmissbrauch nicht von Vergnügungssuchenden durchgeführt wurde, die für ein unterhaltsames Wochenende in die deutsche Hauptstadt kamen. Rund 85 Prozent der Befragten lebten in Berlin und fast 40 Prozent hatten einen Universitätsabschluss. Es gab eine relativ gleichmäßige Aufteilung nach Geschlechtern – 55,3 Prozent Männer und 42,8 Prozent Frauen.

Trotz des hohen Drogenkonsums wurde fast niemand in der Umfrage als Süchtiger identifiziert. Stattdessen sagten sie, sie nahmen Drogen, um ihre Stimmung zu beeinflussen, ihre Körperlichkeit zu stimulieren oder die ganze Nacht wach zu bleiben.

Die Berliner Partygänger blieben von den härtesten verfügbaren Drogen fern, fast niemand gab zu, Heroin oder Crystal Meth zu verwenden.

“Ich will Clubs und Clubbesucher nicht dämonisieren. Aber wir sollten uns nicht vor dem hohen Konsum von riskanten Drogen in der Partyszene blind machen”, sagte Berlins Gesundheitschef Dilek Kolat.

Die Studie befragte Menschen in Berliner Nachtclubs und Bars oder stand in Schlangen vor ihnen.