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Dragqueens zeigen der AfD den Stinkefinger

Unter dem Motto “Mut zur Travestie” warnen queere Aktivisten im Bundestagswahlkampf 2018 vor den Ideen der AfD.
Bild: dpa

Was aus der Ferne aussieht wie AfD-Wahlkampf, ist eigentlich das Gegenteil: Als fiktive Partei “Travestie für Deutschland” (TfD) warnen queere Aktivisten im Bundestagswahlkampf vor den Ideen der AfD.

TfD statt AfD: die satirische Aktion “Travestie für Deutschland”

Auf einem Plakat, das an die Alternative für Deutschland erinnert, zeigt zum Beispiel die Berliner Dragqueen Jacky-Oh Weinhaus den Mittelfinger. “Mut zur Travestie” steht darauf. Der rote Pfeil im AfD-Logo wurde durch einen roten Stöckelschuh ersetzt – die blaue Hintergrundfarbe durch ein kräftiges Lila. Die AfD richte sich gegen Minderheiten, bekämpfe die Ehe für alle und störe den sozialen Frieden, sagt Texter Alexander Winter.

Dabei wurde aber nicht nur das Design der AfD-Plakate kopiert, auch die Wahlsprüche und Zitate einiger Mitglieder der rechtspopulistischen Partei wurden aufgegriffen. So ist unter anderem zu lesen “Sauft euren Scheißburgunder doch alleine!”, was eindeutig an den Wahlspruch: “Burka? Ich steh’ mehr auf Burgunder!” der Alternative für Deutschland angelehnt ist.

Travestie-Künstler wollen Wähler wachrütteln

Die Partei stehe für ein Phänomen, das viele Länder betreffe, “eine Bewegung, die mit Donald Trump sogar im Weißen Haus sitzt”, sagt Winter. Mit der Plakat- und Internet-Aktion sollen Menschen zur Teilnahme an der Bundestagswahl am 24. September animiert werden. “Wir wollen daran erinnern, dass politische Entscheidungen Folgen haben.” Schon bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2016 plakatierte die Gruppe in der Hauptstadt.

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mag/news.de