/Diversität: Apple stellt verstärkt aus “unterrepräsentierten Gruppen” ein

Diversität: Apple stellt verstärkt aus “unterrepräsentierten Gruppen” ein

Diversität: Apple stellt verstärkt aus “unterrepräsentierten Gruppen” ein


Leo Becker

Ein Großteil der Apple-Mitarbeiter ist in der Retail-Sparte tätig.

(Bild: dpa, Andrew Gombert)

Die Hälfte der Neueinstellungen in den USA sind nach Angabe des Konzerns inzwischen Personen aus im Technikbereich unterrepräsentierten Gruppen wie Frauen und Schwarze. Auf Führungsebene hat sich bislang wenig geändert.

Um die Diversität der Belegschaft zu erhöhen, hat Apple im vergangenen Jahr verstärkt Asiaten (25 Prozent der Neueinstellungen), Schwarze (11 Prozent) und Latinos (15 Prozent) eingestellt. Als “Weiß” kategorisiert der Konzern nun 43 Prozent der neuen Mitarbeiter, die gesamte Belegschaft besteht derzeit noch zu 54 Prozent aus Weißen – dies geht aus einem Update des Konzerns zu den Diversitätsbestrebungen hervor.

Fokus auf unterrepräsentierte Gruppen bei Neueinstellungen

Die Hälfte der Neuzugänge stamme aus “historische im Technikbereich unterrepräsentierten Gruppen”, betont das Unternehmen – dazu zählt Apple “Frauen, Schwarze, Latinos und amerikanische Ureinwohner”. Bei den jungen Mitarbeitern unter 30 entfällt in den USA nun ein knappes Drittel auf “unterrepräsentierte Minoritäten”.



Apples Zahlen zu Diversität in Führungspositionen im Jahr 2017.

Apples Zahlen zu Diversität in Führungspositionen im Jahr 2017.

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32 Prozent der weltweiten Belegschaft sind inzwischen Frauen, merkt Apple an – im technischen Bereich liegt der Anteil allerdings nur bei 23 Prozent. In Führungspositionen findet sich bei Apple den Zahlen zufolge nun ein Frauenanteil von 29 Prozent, lediglich ein Prozentpunkt mehr als schon 2014. Bei den unter 30-Jährigen liege der Frauenanteil aber schon bei 39 Prozent, betont der iPhone-Hersteller. Auf Führungsebene hat die Diversität nach den Zahlen des Konzerns sogar abgenommen: Der Anteil der Weißen stieg von 64 Prozent vor drei Jahren auf nun 66 Prozent.

‘Es gibt noch viel zu tun’

Diese Änderungen der Belegschaftszusammensetzung brauchen Zeit, merkt Apple an – es gebe noch viel zu tun, Apple werde “immer offen bleiben”.

Seit einigen Jahren hat der Konzern sich zu mehr Diversität verpflichtet. “Die kulturell vielfältigste Gruppe wird die besten Produkte hervorbringen”, gab Apple-Chef Tim Cook 2015 vor. Der niedrige Frauenanteil in der Branche sei eigenverschuldet, erklärte Cook damals. Man habe nicht genug getan, jungen Frauen zu zeigen, “dass es cool ist und viel Spaß machen kann” in dieser Branche zu arbeiten. Apple beschäftigt inzwischen über 120.000 Mitarbeiter weltweit, einen Großteil davon im Einzelhandel.

Mangelnde Diversität ist kein Apple-spezifisches Problem, bei anderen US-IT-Konzernen sieht die Zusammensetzung der Belegschaft ähnlich aus. Der Anteil der Frauen in technischen Bereichen sei bei Apple im Vergleich zu anderen US-IT-Riesen wie Google, Intel, Microsoft und Facebook sogar vergleichsweise hoch, erklärt Recode.

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(lbe)