/Die Türkei inhaftiert Syrer über Istanbul, die Deutsche getötet haben

Die Türkei inhaftiert Syrer über Istanbul, die Deutsche getötet haben

Türkische Richter verurteilten am Dienstag drei syrische Staatsangehörige wegen ihrer Beteiligung an dem Bombenanschlag in Istanbul im Januar 2016 zu lebenslanger Haft. Das Gericht erklärte, dass die Explosion einen Versuch zur gewaltsamen Umsturzung der verfassungsmäßigen Ordnung darstellt.

Die Staatsanwaltschaft behauptete, die Angeklagten hätten geholfen, den 28 Jahre alten Selbstmordattentäter aus Syrien ins Land zu schmuggeln, sowie den Sprengstoff, der bei dem Terroranschlag eingesetzt wurde, bei dem 12 deutsche Touristen in Istanbul ums Leben kamen. Der Angreifer stellte sich als Flüchtling aus. Peruanische Beamte behaupteten zunächst, dass auch einer ihrer Bürger getötet wurde, obwohl spätere Berichte ihren Behauptungen widersprachen.

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Das Gericht verhängte “schwere” lebenslange Haftstrafen, die härtere Haftbedingungen beinhalten. Lokale Medien berichteten, dass die Angeklagten 329 zusätzliche Jahre erhalten hätten, weil sie mehrere Personen getötet und Sprengstoff gestohlen hätten.

Ankara beschuldigte die Gruppe “Islamischer Staat” (IS). Die Terrormiliz hat jedoch nie die Verantwortung für den Streik übernommen, und die Angeklagten haben ihre Beteiligung bestritten.

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Organisatoren auf der Flucht

Das Gericht verurteilte auch einen irakischen Staatsangehörigen wegen Mitgliedschaft in der IS-Terrorgruppe, aber der Mann wurde aufgrund der Zeit, die er in Untersuchungshaft verbracht hatte, freigelassen. Weitere 18 Verdächtige wurden aufgrund fehlender Beweise freigelassen.

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Die türkischen Behörden erklärten, vier weitere Personen, darunter die mutmaßlichen Organisatoren des Angriffs, seien auf der Flucht geblieben. Einer von ihnen, ein hochrangiges IS-Mitglied, soll sich im Irak befinden.

Während die meisten Kausalitäten Deutsch waren, hat Berlin behauptet, dass es da war kein Hinweis darauf, dass der Angreifer gezielt auf deutsche Staatsangehörige abzielte. Die Explosion fand auf dem historischen Platz zwischen der Blauen Moschee und der Hagia Sophia statt, die täglich von tausenden Touristen besucht wird.

dj / sms (AFP, dpa)