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Die Qual der Wahl – Das ist die Alternative zum Wahlomat

Die Bundestagswahl 2017 steht schon fast vor der Tür, aber Sie wissen noch immer nicht, wen Sie wählen sollen? Bei dieser schwierigen Entscheidung schafft der Wahlomat der Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB) seit der Bundestagswahl 2002 Abhilfe und ist seitdem über 50 Millionen Mal genutzt worden. Bei den anstehenden Wahlen am 24. September erhält das Tool jedoch Konkurrenz.

Wahl-Navi zur Bundestagswahl 2017 im Unterschied zum Wahlomat

Zwar können Wähler anhand des Wahlomat auch in diesem Jahr wieder ab 30. August 2017 auf der Online-Seite der BPB anhand von Fragen, die Sie beantworten, klären, welche Parteien ihnen am nächsten stehen. Aber mit dem Wahl-Navi soll das künftig noch besser und vor allem zeitgemäßer möglich sein. Der Online-Fragebogen ermöglicht es über eine Partei-Zuordnung hinaus auch, dass der Nutzer sieht, wo er im politischen Parteiensystem mit seiner Meinung steht. Links, rechts, konservativ, eher in der Nähe zu den Grünen oder zu SPD? Im Unterschied zum Wahlomat können die Ergebnisse außerdem direkt in den sozialen Medien geteilt werden. So ist es beispielsweise möglich, sich mit Facebook einzuloggen und die Ergebnisse zu speichern.

Möglich ist das durch einen neuen Algorithmus und genauere Antwortmöglichkeiten, wie RTL erklärt. Der Kölner TV-Sender präsentiert neben n-tv, RTL News und Vox Pop Labs das neue Online-Tool zur Wahl. Entwickelt hat das Wahl-Navi ein Team aus Politikwissenschaftlern und Statistikern, das erstmals unter dem Namen “Vote Compass” bereits vom Wall Street Journal, Sky News in Großbritannien und öffentlich-rechtlichen TV-Sendern in Australien und Kanada zum Einsatz kam.

So funktioniert das Wahl-Navi zur Bundestagswahl 2017

Mit dem Wahl-Navi beantworten Nutzer zunächst 15 Fragen, für die es fünf Antwortmöglichkeiten gibt. Anschließend folgen noch Fragen, bei denen Politiker und Parteien eingeschätzt werden sollen sowie ein Fragebogen zur Person, in dem allgemeine Daten zu Wahlbereitschaft, Geschlecht und Wahlkreis abgefragt werden. Das Wahl-Navi ermittelt die Ergebnisse dann, indem es die Antworten des Nutzers mit den Positionen der Parteien vergleicht. Welche politische Ausrichtung ein Nutzer hat, kann er schließlich in einer Grafik sehen. Das Ergebnis soll jedoch, wie beim Wahlomat auch, keine Wahlempfehlung sein, sondern kann die Wahlentscheidung erleichtern.

Schließlich sind in den Fragen auch nicht alle kleineren Parteien enthalten. Berücksichtigt sind lediglich die großen Parteien und solche, die ein ausführliches und breitgefächertes Wahlprogramm haben, bei den Wahlbehörden registriert sind und die eine realistische Chance haben, in den Bundestag einzuziehen. Ist eine Partei nicht aufgelistet, erhält sie aber nach der Wahl mehr als fünf Prozent der Stimmen, wird sie ins Wahl-Navi aufgenommen. Das Wahl-Navi selbst gehört selbst jedoch zu keiner Partei und ist unabhängig.

Lesen Sie auch: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wahl am 24. September 2017.

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kad/sam/news.de