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Die IFA 2017 Megarechner: Acer versus Dell

Octodecim-Core

| von Thorsten Nowag

Auf der IFA werden so manche Superlative vorgestellt – so auch Acers aktueller High-End-Gaming-Rechner. Dieser protzt mit einem Prozessor der 18-Kerne hat und nur mit Tragegriffen und Transportrollen bewegt werden kann. Doch Acer ist damit nicht allein, denn auch Dell weiß mit seinem Gaming-Brand Alienware eine Hardwareorgie zu feiern.

Dell mit exklusivem AMD Threadripper

Bereits auf der E3 kündigt Dell/Alienware an, seinen High-End-Gaming-Rechner Area 51 mit AMDs Threadripper CPU auszurüsten – oder für Intel-Fans mit Intel Core i7 Prozessoren der X-Serie. Auf der Gamescom 2017 war es dann so weit und der Alienware Area 51 konnte erstmals in all seiner neuen Hardwarepracht bewundert werden. Neben dem 16-Kernigen Hauptprozessor arbeiten bis zu zwei Nvidia Geforce GTX 1080 Ti im SLI-Verbund oder bis zu drei AMD Radeon RX 480 in Crossfire-Konfiguration für Rechenpower. Bis zu 64 GByte Arbeitsspeicher runden das Hardware-Spektakel ab.

Bei der Konfiguration kann zudem auch auf die neuen AMD Vega Grafikkarten zurückgegriffen werden. Die Netzteile liefen je nach Konfiguration zwischen 850 und 1.500 Watt. Killer-Netzwerk, Tastatur, Maus und viele moderne Anschlüsse wie USB Typ-C zählen natürlich auch beim Alienware Area-51 zum Standard. Sogar ein optisches Slim-Laufwerk lässt sich auf Wunsch verbauen.

Der Preis für den Gaming-Boliden schwankt dabei zwischen 2.769 Euro und 3.899 Euro – abhängig von der gewählten Konfiguration.


Den Alienware Area-51 direkt bei Dell ansehen

Das Design ist auch auf eine optimale Kühlung ausgelegt. Bildquelle: Dell

Acer schlägt zurück

Mit Superlativen kennt sich auch Acer sehr gut aus, denn bereits letztes Jahr durften wir auf der IFA den 10.000 Euro Laptop Predator 21X bestaunen. Jetzt wird mit dem Predator Orion 9000 nochmal eine Schippe drauf gelegt – zumindest was die Hardware angeht.

18 Kerne hat der neueste Intel Skylake X-Prozessor und stellt damit die Alienware Threadripper-Konfiguration mit nur 16 Kernen in den Schatten. Dabei sind bis zu 128 GByte Quad-Channel-DDR4-Arbeitsspeicher als Rechenhilfe möglich. Bei den Grafikkarten kommen bis zu vier AMD Radeon Vega-Grafikkarten in Crossfire-Konfiguration oder vier Nvidia Geforce GTX 1080Ti im SLI-Verbund zum Einsatz. Das ermöglicht theoretisch eine 8K-UHD-Auflösung – wenn man den über die notwendigen Bildschirme verfügt.

Das Mainboard des Predator Orion 9000 hat drei M.2-Steckplätze für entsprechende SSDs – dabei gibt Acer eine Speicherkapazität von bis zu 44 TByte an. Als Anschlussmöglichkeiten sind zwei USB-3.1-Anschlüsse, davon einer mit USB-Typ-C sowie acht USB-3.0 (einer mit Typ-C) und zwei USB-2.0-Typ-A-Ports.

Acer setzt auf Intels neuesten Skylake X Prozessor mit 18 Kernen. Bildquelle: CHIP

Klimazonen und Transportrollen

So ein System muss, vor allem wenn vier Vega-Grafikkarten drin stecken, gut gekühlt werden. Hier setzt Acer auf eine Flüssigkeitskühlung und das sogenannte IceTunnel 2.0-Kühlsystem. Das Gehäuse ist hierbei in verschiedenen Lüfterzonen aufgeteilt, einmal für die 18-Kernige CPU und für die GPUs. Zwei 120 Millimeter-Lüfter an der Vorderseite und ein 120 Millimeter-Lüfter auf der Rückseite sorgen für ausreichend frische, kühle Luft.

Beim Predator Orion 9000 verbaut Acer am Gehäuse eine Transportrolle. Damit man wenigstens ohne Bandscheibenvorfall zur LAN-Party gelangt. Bis es soweit ist müssen wir uns noch gedulden, denn der Orion 9000 soll, laut Acer, erst ab dem ersten Quartal 2018 verfügbar sein. Bei einem genannten Einstiegspreis von 2.000 bis 3.000 US-Dollar.

Mit Rollen für den Transport kennt sich Acer aus, denn bereits der Predator 21X kam mit Transporttrolley. Bildquelle: CHIP

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