/Deutschland meldete im Jahr 2017 durchschnittlich vier antisemitische Straftaten pro Tag

Deutschland meldete im Jahr 2017 durchschnittlich vier antisemitische Straftaten pro Tag

Das steigende Tendenz antisemitischer Verbrechen in Deutschland Englisch: www.germnews.de/archive/dn/1998/02/30.html Nach einem am Sonntag veroeffentlichten Zeitungsbericht ueber die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres zeigt sich nichts.

Im Jahr 2017 meldete die deutsche Polizei insgesamt 1.453 Straftaten gegen Juden oder jüdische Einrichtungen, berichtete die deutsche Zeitung Tagesspiegel unter Berufung auf Zahlen der deutschen Regierung. Die Daten wurden auf Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin und Linkspartei-Gesetzgeberin Petra Pau zusammengestellt.

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Die Verbrechen des letzten Jahres umfassten 32 Gewaltakte, 160 Fälle von Sachbeschädigung und 898 Fälle von Anstiftung.

Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Zahlen noch weiter steigen werden, da die Daten der Länder noch nicht endgültig sind.

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Rechtsextreme Motive in den meisten Fällen

In 1.377 Fällen – 95 Prozent der Fälle – stellte die Polizei fest, dass es einen Rechtsstreit gegeben hatte, der die Verbrechen begangen hatte.

Die Polizei führte 33 der Straftaten auf im Ausland geborene Antisemiten zurück, Islamisten ausgenommen.

Weitere 25 Fälle seien “religiös motiviert”, so auch die im Ausland geborenen oder deutschen Muslime mit extremistischen Überzeugungen Tagesspiegel Bericht.

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In 17 Fällen konnten die Behörden kein politisches Motiv für das Verbrechen feststellen. Die Polizei hat in einem Fall der Aufwiegelung ein linkes Motiv festgestellt.

Pau, die die Untersuchung der antisemitischen Verbrechen eingeleitet hatte, sagte, sie sei sehr besorgt über die Zahlen des letzten Jahres. Sprechen mit Tagesspiegel Pau merkte an, dass “die Dunkelziffer erheblich höher sein könnte”, da viele Betroffene nur widerwillig die Straftat melden.

Letzten Monat verabschiedeten deutsche Gesetzgeber einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung strengerer Gesetze gegen Antisemitismus, darunter die Schaffung eines Kommissionspostens zur Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zur Bekämpfung antisemitischer Gefühle und Verbrechen.