/Deutsches Gericht verbietet Moschee von Anruf zum Gebet in Oer-Erkensnchwick

Deutsches Gericht verbietet Moschee von Anruf zum Gebet in Oer-Erkensnchwick

Ein deutsches Gericht ordnete am Donnerstag an, dass eine Moschee nach der Klage eines christlichen Ehepaares, das etwa einen Kilometer entfernt wohnt, aufhören solle, seinen wöchentlichen Gebetsruf zu senden.

Das Paar in der Stadt Oer-Erkensnchwick bei Dortmund sagte, der Aufruf des Muezzins verletze ihre religiösen Rechte.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschied, dass die Stadt die Bitte der türkischen muslimischen Gemeinde aus dem Jahr 2013, den Aufruf zum Gebet zu senden, nicht richtig bewertet habe. Der Moschee steht es jedoch weiterhin frei, sich erneut um Erlaubnis zu bewerben.

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Was der Beschwerdeführer sagte: “Es ist eine Art Gesang in einem Ton, der eine beunruhigende Wirkung auf uns ausübt. Aber wir befassen uns hauptsächlich mit dem Inhalt des Rufes. Das stellt Allah über unseren Gott der Christen. Und als Christ, der hier in einem Christen aufgewachsen ist.” Ich kann das nicht akzeptieren. “Hans-Joachim Lehmann, 69, sagte Boulevardzeitung Bild .

Was ihr Anwalt gesagt hat: “Das ist nicht zu vergleichen mit Glockengeläut in christlichen Kirchen. Das ist ein normaler Klang und der Ruf des Muezzin ist etwas mehr”, sagt Rechtsanwalt Wolfgang Wesener sagte die Tageszeitung Rheinische Post. “Etwas wird verbal ausgedrückt. Im Grunde ist es ein komprimiertes Glaubensbekenntnis und man ist gezwungen teilzunehmen.”

Was die Moschee sagte: “Der Ruf zum Gebet dauert zwei Minuten, nur gegen 13 Uhr, aber nur freitags”, sagte Huseyin Turgut, ein ranghoher Beamter der betroffenen Moschee gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. “Wir hatten nie Beschwerden und wir haben deutsche Nachbarn, die sind viel näher – nur 10 Meter entfernt.”

Was das Gericht sagte: Das Gericht stellte fest, dass die Beamten die Nachbarschaft bezüglich der sozialen Akzeptanz des Muezzinrufs während des Lautsprecher-Genehmigungsverfahrens nicht richtig konsultiert hatten. Es hieß, Beamte hätten nur das Dezibel-Niveau berücksichtigt. Das Urteil stimmte nicht mit Argumenten überein, dass der Aufruf die religiösen Freiheiten anderer Zuhörer verletzte.

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Der Ruf zum Gebet, bekannt als Adhan, wird typischerweise von Moscheen fünf Mal am Tag ausgegeben. Der Ruf wird vom Muezzin gesungen, dessen Hauptrolle der Ruf zum Gebet ist und der als Kunstform gilt. Der Aufruf ruft Muslime zum Gebet auf und vermittelt eine Zusammenfassung der islamischen Überzeugungen.