/Deutscher Türkei-Urlauber 3 Tage im Arrest festgehalten

Deutscher Türkei-Urlauber 3 Tage im Arrest festgehalten

Seit Juli rät das Außenamt Türkei-Reisenden nun zu “erhöhter Vorsicht”.
Bild: dpa/Symbolbild

Seit Juli rät das Außenamt Türkei-Reisenden nun zu “erhöhter Vorsicht”. Reisehinweise veröffentlicht das Auswärtige Amt im Internet für jedes Land und aktualisiert sie regelmäßig. Die schärfere Stufe ist allerdings eine Reisewarnung, bei der es um eine konkrete Gefahr für Leib und Leben geht: Deutsche, die in dem betroffenen Land leben, werden dann gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert; Urlauber können gebuchte Reisen leichter stornieren.

Reisewarnung oder Reisehinweise? Bedeutung und Unterschied beim AA

Wichtig für Pauschalurlauber: Erst wenn das AA ausdrücklich vor einem Land oder einer Region warnt, holen deutsche Reiseveranstalter ihre dortigen Gäste auf jeden Fall nach Deutschland zurück. Und Urlauber dürfen gebuchte Reisen dorthin gebührenfrei stornieren. Es handelt sich um höhere Gewalt. Rät das AA lediglich dringend von einem Reiseziel ab, ist die Lage nicht so eindeutig: Auch dann kann höhere Gewalt und damit ein kostenloses Stornorecht vorliegen – es muss aber nicht so sein. Es gibt Veranstalter, die Reisen in Länder und Regionen anbieten, von denen das AA dringend abrät.

Außenamt rät Türkei-Reisenden zu “erhöhter Vorsicht”

In den aktuellen Hinweisen heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amts nun, privat oder geschäftlich Reisenden in der Türkei werde “zu erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich auch bei kurzzeitigen Aufenthalten in die Listen für Deutsche im Ausland bei Konsulaten und der Botschaft einzutragen”. Grund dafür sei, dass “in einigen Fällen Deutsche von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen” gewesen seien, “deren Grund oder Dauer nicht nachvollziehbar war”. Teilweise sei der konsularische Zugang “entgegen völkerrechtlicher Verpflichtung” verweigert worden.