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Deutsche Metallarbeiter sichern endlich Tarifvertrag

Am Dienstag wurde in den frühen Morgenstunden in der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland ein Tarifvertrag abgeschlossen.

Die mächtige IG-Metall-Gewerkschaft kündigte an, dass die Vereinbarung zunächst Arbeitnehmer im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg vorsehe, aber voraussichtlich für insgesamt 3,9 Millionen Beschäftigte in der Branche bundesweit umgesetzt werde.

Entsprechend der Abmachung, Angestellte sollen ab April dieses Jahres eine Lohnerhöhung von 4,3 Prozent erhalten . Zusätzlich wurden monatliche Einmalzahlungen von 100 € für die Monate Januar bis März vereinbart.

Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter einigten sich auch auf die Möglichkeit der Arbeitnehmer, ihre Stunden für zwei Jahre von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu reduzieren, sollten sie sich um Kinder kümmern oder ältere Verwandte versorgen müssen.

Alle zufrieden?

Die Arbeitgeber ihrerseits können andere Mitarbeiter auffordern, ihre Arbeitszeit freiwillig auf mehr als 40 Stunden pro Woche zu erhöhen. Diese Gewerkschaftsvertreter sind der Ansicht, dass viele Arbeitnehmer gerne mehr Geld verdienen würden.

Der Gewerkschaftsdachverband Gesamtmetall Rainer Dulger bezeichnete den Tarifvertrag als “Eckpfeiler eines flexiblen Arbeitssystems für das 21. Jahrhundert”.

Der Deal wird nach zwei Jahren evaluiert, um zu sehen, ob Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Der Tarifvertrag war hart umkämpft . Die IG Metall hatte in den vergangenen Wochen eine Reihe von Warnstreiks gestartet, um ihrer ursprünglichen Forderung nach einer Lohnerhöhung von sechs Prozent nachzukommen.

hg / jd (dpa, Reuters)