/Der neue Bundestag kostet uns 50 Millionen Euro jährlich – zusätzlich

Der neue Bundestag kostet uns 50 Millionen Euro jährlich – zusätzlich

Bundestagswahl 2017: Mehr Abgeordnete bedeuten auch mehr Kosten.
Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa

Über 700 Abgeordnete sollen das deutsche Volk in der kommenden Legislaturperiode vertreten. Im Vergleich zum vorherigen Bundestag sind diesmal fast 80 Politiker mehr in das Reichstagsgebäude eingezogen. Die brauchen nicht nur mehr Platz, sondern verursachen auch mehr Kosten, die am Ende der Steuerzahler trägt.

Bundestagswahl 2017: Mehr Abgeordnete – Umbau des Reichstagsgebäudes

Stühlerücken in Berlin: Durch den Einzug von FDP und AfD in den Bundestag ist noch unklar, wo die einzelnen Fraktionen sitzen werden. Nachdem Frauke Petry nicht länger mit der AfD-Bundestagsfraktion zusammenarbeiten will, droht die Spaltung der frisch gewählten Partei. Dies könnte die Sitzplatzverteilung noch schwieriger machen. Wer am Ende wo sitzen wird, entscheidet sich laut Grundgesetz spätestens 30 Tage nach der Wahl, also am 24. Oktober 2017.

Auch die Unterbringung der Parteien ist bislang unklar: Während die bisherigen vier Fraktionen in den vier Türmen des denkmalgeschützten Reichstagsgebäudes untergebracht waren, muss nun noch Platz für die beiden neuen Parteien geschaffen werden.

Arme Steuerzahler! Das kostet die neue Bundesregierung

Legt man die aktuellen Diäten in Höhe von 9541,74 Euro brutto sowie die monatliche steuerfreie Kostenpauschale von 4318 Euro zugrunde, entstehen allein durch die 79 neuen Abgeordneten jährlich Mehrkosten in Höhe von über 13 Millionen Euro. Über die gesamte Legislaturperiode summiert sich also allein das Gehalt für die neuen Abgeordneten auf fast 53 Millionen Euro. Hinzu kommen noch Kosten für Mitarbeiter, Büromaterial, Reisen und ähnlichem.

Laut einem Bericht der “Bild” könnten so bis zur nächsten Wahl Kosten in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro entstehen. Ob das Volk durch das Mehr an Abgeordneten jedoch besser vertreten wird, gilt für Kritiker als unwahrscheinlich.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

jat/sba/news.de