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Coffee-Lake-CPU läuft im Z170-Board

Coffee-Lake-CPU läuft im Z170-Board

Laut Intel sollen Coffee-Lake-CPUs wegen abweichender Pin-Belegung nicht in Mainboards mit älteren Chipsätzen laufen.

(Bild: Hardware.Info )

Laut Intel funktionieren Prozessoren der i-8000-Generation nur in Mainboards mit Z370-Chipsatz. Ein Bastler will nun dennoch einen solchen Coffee-Lake-Prozessor in einem Z170-Mainboard zum Laufen gebracht haben.

Mit jeder Prozessorgeneration führt Intel auch einen neuen Chipsatz ein. Meist lassen sich die CPU-Typen der Tick- und der Tock-Generation mit beiden nutzen, also etwa Kaby-Lake-CPUs (Core i-7000) in den Z100-Chipsätzen der Skylake-Generation (Core i-6000) oder Skylake-Prozessoren in Z200-Platinen. Dass die Coffee-Lake-Generation hingegen zwingend neue Mainboards mit Z370-Chipsatz erfordert, in denen Kaby-Lake-CPUs nicht laufen sorgte daher für Verärgerung – zumal es sich beim Z370 de facto nur um einen umbenannten Z270-Chipsatz handelt und auch Coffee Lake quasi ein Kaby-Lake-Refresh mit zwei zusätzlichen Kernen darstellt. Die offizielle Erklärung seitens Intel lautete stets, dass die Energieversorgung der zwei zusätzlichen Kerne der Hexa-Core-CPUs eine Veränderung bei der Pin-Belegung im Sockel erfordert habe.


Nach einer Modifikation an der Intel Management Engine erkennt das Z170-Mainboard einen Coffee-Lake-Prozessor.

Nach einer Modifikation an der Intel Management Engine startete das Z170-Mainboard auch mit einem Coffee-Lake-Prozessor.

(Bild: 
Livedoor Japan )


Nun will ein chinesischer Bastler einen Coffee-Lake-Prozessor in einem Z170-Mainboard vom Type MSI Z170A XPower Gaming Titanium Edition zum Laufen gebracht haben, wie ein japanischer Blogeintrag berichtet (maschinelle Übersetzung). Mittels einer gezielten Anpassung der Intel Management Engine ermöglichte der Bastler es dem BIOS, die CPU zu erkennen. Nach dem Eingriff startete das System dann mit einem Core i3-8350K.


Nach einer Modifikation an der Intel Management Engine startet das Z170-Mainboard auch mit einem Coffee-Lake-Prozessor.

Beim Core i3-8350K handelt es sich um eine Vierkern-CPU.

(Bild: 
Livedoor Japan )


Das könnte bereits der erste Hinweis sein, warum es überhaupt funktioniert: Beim besagten Prozessor handelt es sich um ein Modell mit vier Kernen. Gut möglich, dass sich die veränderte Pin-Belegung hier nicht auswirkt.

Ohne Einschränkungen klappt der Betrieb aber nicht: So verweigerte laut Blogeintrag die integrierte Grafikeinheit den Dienst. Auch der erste PEG-Slot, der die PCIe-Lanes der CPU nutzt, blieb demnach ohne Funktion – beides klare Hinweise, dass der Prozessor nicht korrekt eingebunden wird,

Wir raten von solchen Basteleien grundsätzlich ab. Bestenfalls verwirkt man nur die Garantieansprüche und arbeitet mit einem nicht voll funktionsfähigen System. Allerdings geht man auch das Risiko ein, die Hardware zu beschädigen oder gar zu zerstören. Operation geglückt, Patient tot…


(bkr)