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Citroën C3/Ford Fiesta/Hyundai i20/Opel Corsa: Test Fiesta in Angriffslaune

— 04.09.2017

Fiesta in Angriffslaune

Das meistverkaufte Auto Europas stellt sich den Besten seiner Klasse. Wie schneidet der Fiesta gegen C3, Corsa und i20 ab?

Gerade herrscht große Aufregung bei den Kleinen. Erst hat Hyundai mit seinem gut gemachten i20 die Klasse aufgemischt, dann fuhr Seat den ganz neuen Ibiza vor, im Herbst folgt der neue VW Polo. Und was macht Europas Bestseller? Der Fiesta erscheint gerade rundum aufgefrischt, Ford spricht natürlich von einer neuen Generation. Damit hat der Kölner den Golf aktuell von Platz eins der kontinentalen Hitliste verdrängt. Bemerkenswert, dass ein kleiner, sparsamer Vier-Meter-Könner den größeren VW ablöst – wer sagt denn, dass alles zum SUV drängt?

Der Ford Fiesta hat sich deutlich spürbar verbessert

Evolution: Im neuen Fiesta steckt weitgehend bekannte Technik, die entscheidend modernisiert wurde.

Wenn wir genauer hinschauen, dann steckt im neuen Fiesta weitgehend bekannte Technik, die genau dort aufgefrischt wurde, wo der Ford bislang schwächelte: Bei Komfort, Infotainment und gefühlter Qualität hat er tatsächlich zugelegt. Das ist Fortschritt, der mit den Fingern zu greifen ist. Vorn rödelt der bekannte Dreizylinder. 1,0 Liter Hubraum haben alle in diesem Vergleich, sie klingen unterschiedlich angestrengt. Hungerkünstler auf dem Papier, aber sparen sie auch im Alltag effektiv? Der Radstand des Fiesta blieb unverändert bei kurzen, agilen 2,49 Metern, während etwa der Hyundai die Achsen schon 2,57 Meter auseinanderstreckt. Klar, dass der Koreaner mehr Platz bietet und dass aus dem kompakten, sportlichen Fiesta über Nacht kein Raumwunder geworden ist.

Bei den Kleinwagen muss man kaum noch Kompromisse machen

Starker Gegner: Hyundai hat in allen Klassen viel zu bieten, der i20 ist ein Top-Kleinwagen.

Da kämpft der Kölner noch mit dem alten Chassis, wo die Konkurrenz längst das Fundament gelegt hat für den wichtigsten Schritt, den diese Klasse bald machen dürfte: Diese Vier-Meter-Autos könnten die neue Volksklasse werden – kompakt, leicht und vor allem sparsam, weil sie das wichtige Quäntchen leichter und damit ökonomischer sind als die Kompakten, ohne zu viele Kompromisse zu verlangen. Waren nicht vier Meter mal der Goldene Schnitt für Kompakte? Siehe Golf II und III. Dahin könnten wir zurückkehren, wenn Fiesta & Co in diesem Vergleich beweisen, dass sie als Vollwertautos taugen. Als komfortable, moderne, zeitgemäße Alleskönner. Und damit herzlich willkommen zum harten Kampf gegen den Platzmeister i20, den opeligen Corsa und den gelassenen Citroën C3.  

Alle Details zum Kleinwagen-Vergleich finden Sie in der Bildergalerie.

Joachim Staat

Joachim Staat

Fazit

Ein neues Chassis alle 13 Jahre … Die Elektronik hat kürzere Zyklen: Weil Ford wenig frische Technik bringt, führt der Fiesta stattdessen Assistenten und Infotainment bei Kleinwagen ein, die aus höheren Klassen stammen. Ob der Käufer sie braucht und bezahlt, entscheidet der Markt. Wir bewerten auch die Optionen, damit fährt der Kölner im ersten Vergleich zum Sieg über Garantiemeister Hyundai. Was 540 Punkte wert sind, sehen wir bald im Duell mit dem Seat Ibiza.

Autoren: Joachim Staat, Mirko Menke