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Chrome-Adblocker erscheint in Entwicklerversionen

Chrome-Adblocker erscheint in Entwicklerversionen


Daniel Berger

In den Entwicklerversionen von Chrome für Android können die Nutzer erstmals den Adblocker von Google ausprobieren. Nächstes Jahr soll er dann Standard werden und nervige Werbung blockieren.

In der Android-Version von Chrome ist erstmals der Adblocker von Google eingebaut – zumindest in den Entwicklerversionen, etwa in Chrome Canary. Er lässt sich parallel zum stabilen Chrome über den Play Store installieren. Bis der Adblocker auch in der stabilen Chrome-Fassung Werbung filtert, kann es laut Google noch bis nächstes Jahr dauern.



In Chrome Canary für Android ist erstmals Googles Adblocker zu finden.

In Chrome Canary für Android ist erstmals Googles Adblocker zu finden.

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Der Werbefilter ist in Chrome Canary standardmäßig aktiv und entfernt “gewöhnlich aufdringliche Werbung”. Nutzer, die ein ungefiltertes Internet wollen, müssen einen Schieberegler antippen: Zu finden ist er in den “Website-Einstellungen” unter dem Menüpunkt “Werbung”. Etwas konfus: Ist der Schalter blau eingefärbt (also aktiv), ist der Werbefilter abgeschaltet.

Werbung, die nicht nervt

Im Juni hatte Google angekündigt, einen Adblocker in seinen Web-Browser Chrome einbauen zu wollen – ein Paukenschlag für die Werbebranche. Mit dem Blocker will Google die Nutzer vor nervender Werbung bewahren. Besonders unbeliebt sind plärrende Videos, die von selbst starten, sowie Pop-ups und Vorschaltseiten. Die genervten Nutzer würden Adblocker als Schutz installieren und damit allen von Werbung lebenden Unternehmen Geld kosten, argumentiert Google.

Mit seinen Partnern gründete der Suchmaschinenbetreiber die “Coalition for Better Ads”, die bessere Standards für Onlinewerbung entwickelt. Wenn Werbetreibende sich an die Regeln halten, sollen ihre Anzeigen nicht von Googles Adblocker ausgefiltert werden. Damit übt Google Zwang auf alle Teile der Werbebranche aus, schließlich ist Chrome dominanter Marktführer unter den Desktop- und Mobil-Browsern. Beim Verlegerverband rief das sogleich Besorgnis hervor: Er warf Google Marktmissbrauch vor.


(dbe)