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Chrome 61 kennt JavaScript-Module

Chrome 61 kennt JavaScript-Module


Oliver Diedrich

Chrome 61 setzt als erster Browser standardmäßig das mit ECMAScript 6 eingeführte Modulsystem um. Außerdem gibt es auf Android jetzt eine Share-Funktion für Webseiten.

Die aktuelle Chrome-Version 61 unterstützt den in ECMAScript 6 standardisierten Weg zur Implementierung von JavaScript-Modulen. Anstatt externen JavaScript-Code über

<script src="/path/to/script.js"></script>

direkt in die Webseite einzubinden, ist es jetzt möglich, den Code per

<script type="module">
import {printMessage} from '/path/to/script.js';
printMessage('ES6-Module');
</script
>

als Modul einzubinden.

Vorteile: Der Code bleibt besser gekapselt und der Browser kann beim Laden diverse Optimierungsstrategien anwenden, beispielsweise mehrere Module parallel laden. Außerdem lässt sich mit Modulen doppelter Code innerhalb einer Seite leicht vermeiden. JavaScript-Module sollten sich demnächst auch in Node.js verwenden lassen.



Chrome 61 mit JavaScript-Modulen

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Firefox kennt JavaScript-Module seit Version 54, versteckt sie allerdings auch in den aktuellen Nightlies noch hinter der standardmäßig ausgeschalteten Option dom.moduleScripts.enabled. Auch bei Microsofts Edge muss der Modulsupport in den experimentellen JavaScript-Einstellungen aktiviert werden. Safari beherrscht ES6-Module seit Version 10.1.

Die Android-Version von Chrome 61 enthält außerdem eine neue API, über die Websites die Standard-Teilen-Funktion von Android aufrufen können. Mit der Funktion navigator.share() entfällt die Notwendigkeit, selbst eine Teilen-Funktion für alle möglichen sozialen Netze, Messenger etc. implementieren zu müssen.


(odi)