/Bundesbehörden stellen ab Ende 2018 auf elektronische Rechnung um

Bundesbehörden stellen ab Ende 2018 auf elektronische Rechnung um

Bundesbehörden stellen ab Ende 2018 auf elektronische Rechnung um


Stefan Krempl

(Bild: dpa, Patrick Pleul/Archiv)

Das Bundeskabinett hat in einer Verordnung Details zur elektronischen Rechnungsstellung in der Verwaltung festgelegt. Über ein Webportal sollen elektronische Zahlungsaufforderungen bald kostensparend versandt werden können.

Künftig sollen Unternehmen Rechnungen an Behörden und Einrichtungen der Bundesverwaltung weit überwiegend elektronisch stellen können. Die Bundesregierung hat dafür mit dem Beschluss einer einschlägigen Verordnung am Mittwoch den Weg freigemacht. Die neuen Vorschriften ergänzen und konkretisieren die grundlegenden Vorgaben aus dem “E-Rechnungsgesetz”, das das Bundeskabinett voriges Jahr auf den Weg gebracht hatte.

Rechnungen müssen künftig nicht mehr ausgedruckt, kuvertiert und frankiert werden, heißt es beim federführenden Bundesinnenministerium. “Mit nur wenigen Klicks” solle es stattdessen möglich sein, Zahlungsaufforderungen über ein webbasiertes Portal des Bundes in dem einheitlichen Format XRechnung digital hochzuladen und an den Empfänger zu senden. “Dadurch fallen nicht nur Portokosten weg, auch der Arbeitsaufwand bei den Privaten wird erheblich reduziert werden können”, schreibt das Innenressort. Es rechnet mit einem Einsparpotenzial von bis zu 11 Millionen Euro pro Jahr. Der Aufbau der zentralen IT-Plattform für die E-Rechnung soll gut 10,5 Millionen Euro kosten.

Auch die Umwelt will das Kabinett mit dem Schritt entlasten, da allein mit der Umstellung von Papier auf digital pro Rechnung der Kohlendioxidausstoß (CO2) um etwa 50 Prozent verringert werden könnte. Dies summiere sich auf jährlich rund 5850 Tonnen CO2 weniger. Gleich mit der E-Rechnung loslegen können Firmen aber nicht: Die Verordnung soll erst am 27. November 2018 für Bundesministerien und Verfassungsorgane in Kraft treten. Für die übrigen Bundesstellen gilt eine noch mal ein Jahr längere Übergangsfrist bis 2019. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht die Regierung damit mittendrin “im Entstehungsprozess der größten E-Government-Initiative Europas”.


(axk)