/Borgward BX7 (2017): Technische Daten, Preis, Verrkaufsstart Borgward startet mit Verbrenner

Borgward BX7 (2017): Technische Daten, Preis, Verrkaufsstart Borgward startet mit Verbrenner

— 14.09.2017

Borgward startet mit Verbrenner

Borgward will noch in diesem Jahr in Deutschland sein Comeback feiern – allerdings zunächst mit Benzin- statt E-Motor. Alle Infos zu den Borgward-Plänen!

(dpa/cj) Die Traditionsmarke Borgward steht offenbar kurz vor einem Comeback in Deutschland – allerdings mit einer etwas anderen Strategie als zuletzt angekündigt: Die ersten Fahrzeuge sollen bereits im vierten Quartal 2017 an Kunden ausgeliefert werden, wie Vorstandschef Ulrich Walker auf der IAA 2017 in Frankfurt sagte. Und zwar mit Benzinmotor. Dies sei, so Walker, den ständigen Nachfragen der Kundschaft geschuldet, “aber auch, um unsere Marke und unsere Produkte sichtbar zu machen”. Ursprünglich war die Rückkehr nach Europa mit dem Elektro-SUV BX7 EV geplant, eine EU-Typgenehmigung liegt bereits vor.

Als erstes an den (Neu-)Start geht den Plänen zufolge nun die limitierte Edition des SUV Borgward BX7 TS. Später sollen die Modelle BX7, BX5 und das Sportcoupé BX6 folgen, ebenfalls zunächst als Benziner. Die neu aufgelegte Isabella sorgte zudem als Studie auf der IAA für Aufsehen. “Es bleibt aber weiterhin unser Ziel, mit dem Start der Fertigung in Bremen primär Elektrofahrzeuge zu verkaufen”, sagte Walker. In die Hansestadt will der ruhmreiche Autobauer mit einem großen Montagewerk zurückkehren. Borgward möchte dafür ein rund 140.000 Quadratmeter großes Gelände im Westen der Stadt erwerben, bis Anfang 2018 soll der Bau der Fabrik beginnen. Geplanter Produktionsstart ist 2019. Die Teile sollen angeliefert und jährlich bis zu 50.000 Fahrzeuge gefertigt werden.

Das Unternehmen gehörte einst zu den bekanntesten Autoherstellern Deutschlands und ging 1961 pleite. Borgwards Enkel Christian belebte die Marke 2015 mithilfe des chinesischen Hauptaktionärs Foton, einem Lastwagenbauer, wieder. In China ist man bereits erfolgreich am Markt. Seit dem dortigen Marktstart des BX7 sowie des BX5 liegen die Auftragseingänge in der Volksrepublik nach Borgward-Angaben bei rund 70.000 Fahrzeugen. Homologationen werden außerdem für den Mittleren Osten, Südamerika und Russland vorbereitet.

Auch ein Plug-in-Hybrid ist geplant

Video: Borgward BX7 TS (IAA 2015)

Kultmarke: Comeback mit SUV

Der Allradler BX7 mit Zweiliter-Verbrennungsmotor (Fahrbericht) feierte in China schon 2016 Premiere. Der geplante Plug-in-Hybrid soll eine Systemleistung von 401 PS und eine rein elektrische Reichweite von 55 Kilometern haben. An der Vorderachse treibt ein Zweiliter-Turbo-Vierzylinder über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe den Borgward an, an der Hinterachse schaltet sich über eine intelligente Allradeinheit bei Bedarf – und für den Hybridantrieb – ein Elektromotor hinzu. Für den Insassenschutz sorgt das “Protect”-System, das neben den klassischen Sicherheitsfeatures wie einer hochfesten Karosseriestruktur und Airbagsystemen auch verschiedene Assistenzsysteme bietet. So finden sich im BX7 beispielsweise ein Kollisionsassistent, ein Bremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Abstandsregeltempomat und eine 360-Grad-Rundumkamera. Auf Innovationen angesprochen, setzt Borgward vor allem auf innere Werte: “Innovationen wird es vor allem im Bereich Connectivity geben. In zehn Jahren wird es anstatt klassischer Facelifts nur noch Updates geben”, sagte Borgward-Chef Walker. Das Infotainmentsystem hat einen 12,3 Zoll großen Hauptbildschirm, bietet Smartphone-Anbindung sowie einen WLAN-Hotspot. An die Dienste anderer Hersteller erinnert der sogenannte “Serviceagent”: Mittels Knopfdruck kann der Fahrer des BX7 Kontakt zu einem Callcenter aufnehmen, das einem beispielsweise Hotels bucht oder Theaterkarten organisiert. Eine SOS-Taste ermöglicht, dass speziell geschulte Mitarbeiter situationsgerechte Hilfe organisieren.