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BMW X2 F39 (2018): Test, Motoren, Marktstart, Preis Kleines SUV-Coupé von BMW

— 08.12.2017

Kleines SUV-Coupé von BMW

BMW macht die X-Reihe komplett und bringt mit dem X2 das SUV-Coupé vom X1 auf die Straße. AUTO BILD hat alle Infos und die Sitzprobe!

Vorstellung: BMW X2 baut auf dem X1 auf

Die Scheinwerfer des BMW X2 werden nach außen breiter. Voll-LED-Scheinwerfer sind optional erhältlich.

Der neue BMW X2 soll eine Brücke zwischen Coupé und SUV schlagen. Mit Genen aus beiden Fahrzeugattungen macht er den X1 zum SUV-Coupé. Dass der X1 als Basis dient, merkt man auch an den Abmessungen: Der X2 ist etwas kürzer als der Bodengruppenspender, hat aber denselben Radstand. Seine Coupéhaftigkeit erhält der Neue durch das gegenüber dem X1 um sieben Zentimeter flachere Dach. Trotz der coupéartigen Form soll aber auch die Alltagstauglichkeit gegeben sein. Der Kofferraum misst trotz allem 421 Liter. Der X2 soll sich mit etwas mehr Verspielheit und Charisma deutlich von den größeren SUV-Coupés X4 und X6 absetzten. Schaffen soll er das vor allem mit optischen Kniffen: An der Front prangt eine breite BMW-Niere, die erstmals bei einem modernen Modell unten breiter ist als oben. Ihre Umrandung ist in Chrom-Optik gehalten, die Kühlerstreben dagegen sind glänzend schwarz. Daneben fallen die nach außen breiter werdenden Scheinwerfer auf. Serienmäßig sind diese mit einem LED-Tagfahrlicht ausgestattet, optional sind Voll-LED-Scheinwerfer mit Lasergravur erhältlich. Darunter befinden sich runde Nebelscheinwerfer. In der Stoßstange sorgt eine große, hexagonale Aussparung für genug Kühlluft im Motorraum, die dreieckigen Lufteinlässe daneben lassen das Fahrzeug breit wirken.

In der Seitenansicht fällt die niedrigere Dachlinie sofort ins Auge. Zusammen mit der Schulterlinie rahmt sie die schmalen Seitenfenster ein. Der BMW-typische “Hofmeisterknick” wurde gestreckt und mündet nicht direkt im hinteren Türspalt. An der C-Säule gedenkt BMW mit einem Markenlogo seinen Coupé-Ikonen 3.0 CSL und 2000 CS. Die Klassiker trugen das Emblem an derselben Stelle. Alleinstellungsmerkmal für den X2 ist sein verkleideter Schweller. Je nach Ausstattung variiert die Art der Beplankung: Die Basisversion erhält das optische Element in Schwarz, der X2 M Sport zum Teil in Wagenfarbe und das Top-Modell M-Sport X sogar eine spezielle Form der Verkleidung in “Frozen Gray”. Das Heck des X2 ist im Vergleich zu anderen X-Modellen sehr eigenständig. Hier fallen zuerst die neuen Rückleuchten auf. Sie sind weit oben am Fahrzeug angebracht. Auch die LED-Leuchten sollen typische Designelemente aus BMW-SUVs und -Coupés zusammenführen. So ist die Leuchtengrafik eine Mischung aus der T-Grafik der anderen X-Modelle und der L-Grafik aus 4er und Co. Die Heckstoßstange ist zum Teil kantig ausgeformt. In der Basis ist sie in Wagenfarbe und in Mattschwarz erhältlich. Die beiden Sport-Modelle erhalten einen angedeuteten Diffusor. Je nach Motorisierung finden sich in der Stoßstange außerdem ein- oder zwei Auspuffrohre. An der Heckscheibe klebt ein Dachkantenspoiler.

Interieur: Innen ein aufgehübschter X1

Innen typisch BMW: Den Innenraum übernimmt das neue SUV-Coupé fast vollständig vom X1.

Der Innenraum wird zu großen Teilen vom Plattformspender X1 übernommen. Armaturenbrett und Lenkrad sind in Form und Funktionalität nahezu identisch. Die Bedienelemente von Radio und Klimaanlage sind in Klavierlack-Optik eingefasst. Im X2 ist das Multimedia-System auf dem neuesten Stand, man kann nicht nur mit dem Dreh-Drück-Steller des iDrive arbeiten, sondern auch auf den Monitor touchen, die Karte zum Beispiel verkleinern oder vergrößern. Die Ablagen in der Mittelkonsole sind über ein Rollo verschließbar. Trotz der Ähnlichkeit zum X1 kommen im X2 neue Materialien zum Einsatz. So verfügt die Instrumententafel schon in der Serie über Kontrast- und Ziernähte. Die Mittelkonsole ist mit dem Sensatec-Stoff und ebenfalls mit Kontrastnähten versehen. Die Modelle M-Sport und M-Sport X sind im Innenraum mit einer Mischung aus Stoff und Alcantara ausgestattet. Die Sportmodelle erhalten außerdem ein M-Sportlenkrad und Sportsitze. Serienmäßig bekommen alle BMW X2 die digitale Instrumententafel “Black Panel”. Das optionale Lichtpaket soll das Interieur mit Licht umrahmen. Dazu befinden sich in verschiedenen Dekoren Leuchtelemente.

Im Fond ist nicht ganz so viel Platz wie im X1. Die Kniefreiheit ist die gleiche, aber am Kopf wird’s eng. Der X2 ist sieben Zentimeter flacher als sein Kompakt-SUV-Bruder, das sieht von außen richtig gut aus, vor allem in Verbindung mit den schmalen Fenstern. Aber wenn man hinten drin sitzt, dann merkt man: Wer schön fahren will, muss leiden! Aber muss ein SUV praktisch sein, wenn der Zweitname Coupé lautet? Nein! Und somit ist der X2 auch im Kofferabteil kleiner als der X1: 470 bis 1355 Liter passen rein. Beim X1 sind es 505 bis 1550 Liter, also bei umgelegter Rückbank 195 Liter mehr, und der X1 ist schon kein Raumriese!

Ausstattung: Drei Ausstattungsvarianten mit exklusiven Merkmalen

Das Top-Modell ist auch mit 20-Zöllern erhältlich.

Wenn es nach BMW geht, sollen vor allem junge, extrovertierte Käufer beim X2 zuschlagen. Um diesen Wunsch zu erfüllen, bietet BMW für den X2 zahlreiche Ausstattungsmöglichkeiten an. Grundlegend gibt es beim X2 drei Linien: Den Anfang macht die Basisversion X2, die serienmäßig in “Schwarz uni” lackiert ist. Zur Individualisierung stellen die Münchner zusätzlich neun Außenfarben zur Verfügung, darunter auch die neue Farbe “Galvanic Gold”. Hier steht der BMW serienmäßig auf 17-Zoll-Felgen. Optional werden zwei 17-, drei 18- und eine 19-Zoll-Version angeboten. Der Innenraum ist in der Basis im “Grid-Anthrazit”-Stoff ausgekleidet, Lederbezüge sind gegen Aufpreis erhältlich. Zusätzlich können verschiedene Dekore gewählt werden. Sportlicher wird es bei der Aussattungsvariante “M Sport”. Serienfarbe ist hier “Alpinweiß uni”. Optional stehen fünf weitere Außenfarben zur Verfügung, darunter auch das neue “Mesano Blau metallic”, die es exklusiv für die Sportmodelle gibt. Serienmäßig steht der M Sport auf 19-Zoll-Felgen. Auf Wunsch sind auch 20-Zöller möglich. Im Innenraum hält eine Kombination aus Stoff und Alcantara mit blauen Kontrastnähten Einzug. Optional gibt es auch eine Lederaussattung. Der Innenraum wird bei der Sportversion mit Dekoren in Aluminiumoptik und einer blauen Akzentleiste verziert. Das Top-Modell “M Sport X” ist ebenfalls serienmäßig in “Alpinweiß uni” lackiert. Es ist laut BMW vom Rallye-Sport inspiriert und bekommt eine eigene Farzeugbeplankung außen. Hier stehen optional noch sieben weitere Außenfarben in der Aussattungsliste. Genau wie der M-Sport, ist auch der M-Sport X in der Serie auf 19-Zöllern unterwegs. Außpreispflichtig sind 20-Zöller. Die Innenraumoptionen ähneln denen des M Sport, lediglich die Akzentleiste des Armaturenbretts in “Perlglanz Chrom” und gelbe Ziehrnähte bleiben dem M Sport X vorbehalten.

Zahlreiche Assistenzsysteme und ein Sportfahrwerk

Alle X2 Modelle sind mit einem Fahrmodus-Schalter ausgestattet. Der Fahrer kann zwischen drei Fahrmodi wählen (“Comfort”, “Eco Pro” und “Sport”). Im “Sport”-Modus bekommt der BMW eine straffere Lenkung und eine etwas veränderte Gasannahme. Optional ist die dynamische Dämpferkontrolle (DDC). Sie legt den X2 um zehn Millimeter tiefer und lässt individuelle Fahrwerkseinstellungen zu. Die beiden “Sport”-Modelle erhalten ein M-Sportfahrwerk serienmäßig. Auch diese Fahrwerksoption liegt zehn Millimeter tiefer als das Serien-Setup. Auch an die Sicherheit wird gedacht: BMW teilt seine Assistenzsysteme für den X2 in zwei Pakete auf. Die Optionen “Driving Assistent” und “Driving Assistent Plus” beinhalten Funktionen wie einen Spurhalteassistenten, City-Bremsfunktion, Aktive Geschindigkeitskontrolle mit Stop and Go oder Autobahn-Staussistent. Letzterer fährt bis zu 60 km/h teilautonom im Stau.

Connectivity: Großes Display Serie, Navigation Aufpreis

Das 8,8-Zoll große Display ist serienmäßig. Die zugehörige Navigation kostet Aufpreis.

Serienmäßig kommt das Infotainment mit einem 8,8 Zoll großen, freihstehenden Bildschirm in der Mittelkonsole des X2. Kombiniert man es mit einem optionalen Navigationssystem, besitzt es die Möglichkeit, Eingaben per Touch zu verarbeiten. Wer möchte kann sein Häkchen auch bei der optionalen Sprachsteuerung setzten. Ebenfalls in der Aufpreisliste: Das Head-up-Display. Es projiziert verschiedene Informationen in die Windschutzscheibe und somit direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Der X2 ist durch BMW Connected Drive vollkommen vernetzt. Mit Apple Car Play lässt sich das iPhone drahtlos mit dem Infotainment verbinden, mithilfe von BMW Connected+ ist es nun sogar möglich, Freunde oder Geschäftspartner an der Fahrt teilhaben zu lassen. Wer möchte, kann andere darüber informieren, wo er sich gerade befindet und wann er ankommen wird. Auf Wunsch gibt es auch einen LTE-Hotspot an Bord.

Motoren und Preis: Drei Motoren zum Marktstart

Zum Marktstart kommt der X2 mit drei Motoren: zwei Diesel und ein Benziner.

Zum Marktstart bietet BMW drei Motoren für den X2 an. Es gibt zwei Diesel und einen Benziner. Einstiegsmodell ist der X2 sDrive 20i mit 192 PS und 280 Nm Drehmoment. Er ist an ein Siebengang-Steptronic-Getriebe gekoppelt. Die beiden Diesel verfügen serienmäßig über den xDrive-Allradantrieb und eine Achtgang-Steptronic. Der kleine Diesel xDrive 20d leistet 190 PS und 400 Nm Drehmoment, der stärkere Selbstzünder xDrive 25d 231 PS und 450 Nm. Laut BMW sollen weitere Motoren nur wenige Monate später folgen. Dann stehen zusätzlich noch ein X2 sDrive 18i mit 140 PS, ein 20i mit xDrive sowie bei den Dieseln ein sDrive 18d mit 150 PS zur Verfügung. Preise nennt BMW noch nicht, AUTO BILD schätzt den Einstiegspreis auf ca. 40.000 Euro. Marktstart ist 2018.

Technische Daten: Anfangs zwei Diesel und ein Benziner

Zum Marktstart
 
Benziner:
BMW X2 sDrive20i
Vierzylinder-Benziner • 7-Gang Steptronic Getriebe • Hubraum: 1998 ccm • Leistung: 141 kW/192 PS • max. Drehmoment: 280 Nm bei 1350-4600 U/min • Beschleunigung 0-100 km/h: 7,7 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 227 km/h • Verbrauch kombiniert: 5,9 l/100 km • CO2-Emissionen kombiniert: 134 g/km. 
 
Diesel:
BMW X2 xDrive20d
Vierzylinder-Diesel • 8-Gang Steptronic Getriebe • Hubraum: 1995 ccm • Leistung: 140 kW/190 PS • max. Drehmoment: 400 Nm bei 1750-2500 U/min • Beschleunigung 0-100 km/h: 7,7 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 221 km/h • Verbrauch kombiniert: 4,8 l/100 km • CO2-Emissionen kombiniert: 126 g/km. 
 
BMW X2 xDrive25d
Vierzylinder-Diesel • 8-Gang Steptronic Getriebe • Hubraum: 1995 ccm • Leistung: 170 kW/231 PS • max. Drehmoment: 450 Nm bei 1500-3000 U/min • Beschleunigung 0-100 km/h: 7,7 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit: 221 km/h • Verbrauch kombiniert: 4,8 l/100 km • CO2-Emissionen kombiniert: 126 g/km.

Autoren: Andreas Huber, Andreas May