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BMW i5 (2021): Vorschau, Technik, Reichweite i5-Studie schon auf der IAA?

— 08.09.2017

i5-Studie schon auf der IAA?

2021 bringt BMW mit dem i5 einen Tesla-Model-3-Gegner, der elektrisch bis zu 750 Kilometer weit fährt. Für die IAA hat BMW eine Studie angekündigt!

BMW zeigt auf der IAA 2017 (14. bis 24. September) einen Ausblick auf ein neues Modell – das hat BMW-Chef Harald Krüger während der Vorstellung von BMWs E-Strategie (25 elektrifizierte Modelle bis 2025) bestätigt. Es handelt sich um einen rein elektrischen Viertürer, “angesiedelt zwischen dem i3 und dem i8“. Folgerichtig dürfte es sich bei der Studie um den Vorläufer des kommenden i5 handeln. Und auch ein erstes Bild zeigt BMW: Auf ihm steht Harald Krüger neben einem verhüllten Fahrzeug, das mit seiner markanten Front an die Studie Vision Next 100 erinnert. Mehr Informationen erwartet AUTO BILD spätestens zur BMW Pressekonferenz auf der IAA am 12. September ab 8:30 Uhr.

Ab 2021 soll in Dingolfing der BMW i5 mit enormer Reichweite und hochautonomem Fahren vom Band rollen. Optisch ist der Stromer eine Mischung aus Schrägheck und Crossover, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Jaguar i-Pace aufweisen soll. Der lange Radstand, die breite Spur, die kurzen Überhänge und die leicht angehobene Dachlinie bestimmen die gefälligen Proportionen. Wenn die Controller zustimmen, wird der i5 ohne B-Säulen und mit hinteren Schiebetüren vom Band laufen, wobei eine breite Schattenfuge in der C-Säule die Laufschiene des Scharniers verdeckt. Statt teurem Carbon wird der i5 einen Materialmix aus hochfesten Stählen, Leichtmetall und Kunststoffen tragen. Nur einige Details aus Sichtcarbon – Stichwort Carbon Core – nehmen Bezug auf i3 und i8. Preislich dürfte sich der i5 am Tesla Model 3 orientieren – unter 50.000 Euro wird also nicht viel zu machen sein.

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Völlig neue Wege beschreitet BMW bei der Gestaltung des Innenraums mit Lounge-Charakter. Das helle und geräumige Interieur ist ebenso hochwertig wie zweckmäßig. Auf der Grundfläche eines 4er Gran Coupé soll der i5 dabei so viel Platz bieten wie ein 6er GT. Die Sitze lassen sich beliebig drehen, verschieben und zu Liegen umfunktionieren.

High-End-Displays und neues Anzeigekonzept

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So kommt der BMW i5

Mit dem Start der siebten iDrive-Generation werden das Head-up-Display, der Breitband-Bildschirm und der Touchscreen zu den wichtigsten Schnittstellen zwischen Fahrer und Fahrzeug.  Dabei kommt statt einzelner Monitore und Touchpads ein fugenloses, flexibles und multifunktionales Display mit dynamisierter Anzeigetechnik zum Einsatz. Der dadurch mögliche Zoom-Effekt rückt in Verbindung mit der lernfähigen Software automatisch die entscheidenden Elemente der aktuellen Fahrsituation groß ins Bild – die Nähe zum Bordstein beim Parken, den verdeckt nahenden Querverkehr, das Blitzeis um die Ecke, die über das Navi abgegriffene Abbiege-Absicht des Vordermanns. Dabei kann das Display unterschiedlichste Oberflächen von Wurzelholz bis Alu-Optik simulieren.

Bis zu 750 Kilometer Reichweite

Erste Patentzeichnungen zeigen: BMW setzt beim i5 auf eine Crossover-Karosserie.

Das je nach Jahreszeit über mehrere Kreisläufe vorgewärmte oder heruntergekühlte Antriebsmodul des i5 besteht aus Hauptspeicher, Back-up-Batterie, E-Motoren und Leistungselektronik. Die Techniker haben sich auf vier Batteriegrößen mit 60, 80, 100 und 120 kW verständigt. Mit dem dicksten Akku steigt die Reichweite auf 750 Kilometer, die Mindestreichweite soll bei 550 Kilometern liegen. Für den i5 erwarten wir einen flachen, modular aufgebauten und von unten zugänglichen Energiespeicher. So skalierbar wie die Batterie sind auch die E-Motoren. In der Einstiegskonfiguration sollen die Vorderräder von einer E-Maschine mit 100 kW angetrieben werden. An der Hinterachse ist ein 250 kW starkes Aggregat vorgesehen. Das ergibt eine problemlos ausbaufähige Systemleistung von über 450 PS und 700 Nm. Doch Vorsicht – auch bei diesem Elektroauto geht Vollgas natürlich weiterhin zulasten von Reichweite und Batterie-Lebensdauer.

Autonom auf Autobahnen und Landstraßen

Beim autonomen Fahren erreicht der i5 Level 4. Dabei übernimmt das System die Verantwortung, kann auf Autobahnen zwischen zwei Ausfahrten bis 130 und auf Landstraßen mit Gegenverkehr bis zu 100 km/h fahren, wobei der Wagen jederzeit in der Lage sein soll, sich selbst zum Stillstand zu bringen. Damit das Auto die richtige Entscheidung trifft, kann das System auf Bilderkennung und erlernte Situationsmuster zurückgreifen.

Ab 2017 gibt es autonome Testfahrzeuge

Zur besseren Vermessung der Umwelt werden Fahrzeuge wie der i5 neben Kameras und Radar auch Laser einsetzen. Neben einer möglichst hohen Reichweite der Sensoren, beispielsweise für die Früherkennung von Gefahrensituationen, ist immer auch eine 360-Grad-Rundumsicht wichtig. In Kombination mit hochauflösenden Karten des Herstellers Here soll so die Umwelt auf den Zentimeter genau ertastet werden. Sogar eine Erkennung menschlicher Mimik wird erprobt, um auch auf Menschen reagieren zu können. Mit Mobileye hätte BMW dafür bereits einen Partner. Für Tests und Daten zum autonomen Fahren wird BMW 2017 von der Autobahn auch mit der Münchner Innenstadt in den urbanen Raum gehen.