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Bitkom-Leitfaden: Softwareentwicklung braucht Digital Designer

Bitkom Leitfaden: Softwareentwicklung braucht Digital Designer

Der Bitkom-Leitfaden “Rollenideal ‘Digital Designer'” spricht von einer Wende in der technologisch geprägten Softwareentwicklung, zu einer mehr Gestalterischen. Der Ratgeber des Digitalverbands Bitkom wurde jetzt vorgestellt.

Mit der Veröffentlichung des neuen Bitkom-Leitfadens “Rollenideal ‘Digital Designer'” will der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. zu einem Umdenken in der Softwareentwicklung anregen. Der Leitfaden richtet sich an direkt an Entwickler. Er will diese bestärken, “größer” zu denken. Zukünftig sollen sie sich eher als Gestalter von Software wahrnehmen – nicht mehr nur als reine Umsetzer von Programmieraufgaben.

Der vorgelegte Leitfaden zum “Digital Designer” wurde in enger Abstimmung mit Softwareingenieuren und Softwaremanagern erarbeitet. Der Verband will damit Impulse für die Zusammenarbeit von IT und Design geben, rät aber auch Hochschulen und Universitäten zu einem Umdenken in der Informatik-Ausbildung.

Das Kompetenzprofil des Digital Designer baut auf den Schwerpunkten Gestaltung und Materialkunde auf, wobei letztere die technischen Aspekte abdeckt. Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Bitkom, dazu: “In der IT gibt es ein breites Tätigkeitsspektrum, das unterschiedliche Talente und Fähigkeiten erfordert. Wir müssen eine Ausgewogenheit zwischen Digital Designern, Softwareingenieuren und Softwaremanagern erreichen, um optimale Ergebnisse zu erzielen”.

So müsse der Digital Designer vor allem auch Querschnittskompentenzen im Bereich des Managements von Entwicklungsvorhaben sowie den psychologischen Grundlagen für die Schaffung neuer Software mitbringen. “Nur in der Verbindung von technologischer und gestalterischer Kompetenz lassen sich in Zukunft wirtschaftlich tragfähige und erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen und Services entwickeln”, ist Termer überzeugt.

Bisher setzen 95 Prozent der Informatik-Studiengänge auf eine rein technologische Kompetenz bei den Nachwuchskräften. Nur in den restlichen 5 Prozent spielen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Multimedia oder Usability eine Rolle im Lehrplan. Bei der Konzeption und Gestaltung einer Software treten Informatiker aber immer häufiger in eine aktive Gestaltungsrolle ein. “Wenn die Softwareentwicklung im Zuge der Digitalen Transformation ihr volles Potenzial ausschöpfen will, muss der Gestaltungskompetenz in der IT-Ausbildung mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Technologische Kompetenz allein reicht nicht mehr aus”, fordert Bitkom-Vertreter Termer.

Der Leitfaden steht als kostenloses Download auf der Bitkom-Webseite zur Verfügung. Er entstand in Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen, Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung sowie der interessierten Öffentlichkeit. Die Ergebnisse basieren auf den von www.hochschulkompass.de erhobenen Daten.

Heise Medien GmbH & Co. KG, Betreiber von heise online, ist Mitglied im Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom).


(kkr)