/Bezahldienst: Wirecard-Gewinne sprudeln dank Online-Shopping

Bezahldienst: Wirecard-Gewinne sprudeln dank Online-Shopping

Bezahldienst: Wirecard-Gewinne sprudeln dank Online-Shopping

(Bild: Wirecard)

Der Bezahldienstleister, der Händlern im Internet und im Laden die Abwicklung von Zahlungen über verschiedene Wege anbietet, konnte auch im dritten Quartal deutlich zulegen.

Der Trend zum Einkaufen im Internet sorgt beim Bezahldienstleister Wirecard weiter für kräftig sprudelnde Gewinne. Das im TecDax notierte Unternehmen, das Händlern im Internet und im Laden die Abwicklung von Zahlungen über verschiedene Wege anbietet, konnte auch im dritten Quartal deutlich zulegen. Der Gewinn kletterte um fast 30 Prozent auf 64 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte.

“Wir profitieren stark von einem sich beschleunigenden Trend zur Digitalisierung in allen Branchen und Vertriebskanälen”, sagte Vorstandschef Markus Braun. Eine neue Ergebnisprognose für das kommende Jahr legte das Management noch nicht vor. Analysten schätzen im Schnitt, dass es aber auch 2018 weitergeht mit dem Aufwärtskurs und dass Wirecard dann 515 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdienen wird. Für dieses Jahr stehen 398 Millionen bis 415 Millionen Euro im Plan.

Die Aktie des Unternehmens gab am Vormittag dennoch rund 3 Prozent nach. Baader-Analyst Knut Woller verwies darauf, dass die Zahlen einen Tick schwächer ausgefallen seien als die vor drei Wochen veröffentlichten Eckdaten angedeutet hätten. Da hatte Wirecard erneut den Ausblick für das operative Ergebnis angehoben. Zudem habe das Nettoergebnis wegen der Steuerquote nicht ganz so gut abgeschnitten wie von ihm gedacht, schrieb Woller.

Wirecard wickelt Zahlungen im Internet ab, hat aber auch eine Banklizenz und gibt zudem auch Kreditkarten der großen Konzerne aus. An den Transaktionen verdient Wirecard über Gebühren mit. Zur Hälfte wickelt Wirecard Zahlungen von Konsumgütern wie von Online-Versendern und dem stationären Handel ab. Hinzu kommen zu rund einem Drittel Einkäufe von digitalen Gütern wie Musik, Downloads und Apps, aber auch Einzahlungen bei Glücksspielanbietern im Netz.
(dpa) /


(anw)