/Beleidigungen in Rocket League und Overwatch: Wortfilter und härtere Strafen

Beleidigungen in Rocket League und Overwatch: Wortfilter und härtere Strafen

Beleidigungen in Rocket League und Overwatch: Wortfilter und härtere Strafen


Martin Fischer

Rocket League

(Bild: Psyonix)

Entwickler von Multiplayer-Spielen kämpfen vermehrt gegen Beleidiger und Bedroher. Rocket League filtert nun Wörter und bannt automatisch, Overwatch verschärft die Strafen.

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Rocket League führt einen Sprachfilter ein, der Spieler des Multiplayer-Esport-Titels vor Beleidigungen schützen soll. Außerdem soll das System “Langugage Ban” auch dauerhaft sperren können. Dies gab der Entwickler Psyonix bekannt. Der Filter basiert demnach auf einer Liste mit 20 Wörtern und schließt auch Ausdrücke ein – jeweils in verschiedenen Sprachen. Jedes Wort hat eine bestimmte Bewertung, außerdem setzt der Entwickler bestimmte Schwellen fest, ab denen Spieler gebannt werden. Die erste Verwarnung geht mit einem 24-stündigem Bann einher, es folgt eine 72-stündige Sperre und schließlich eine dauerhafte. Der Entwickler will die Liste im Laufe der Zeit erweitern und aktualisieren.

Beschwerden häufen sich

Psyonix begründet den Schritt mit einer großen Menge eintreffender Beschwerden, von denen sich eine Vielzahl um Beleidigungen und Beschimpfungen drehe. Psyonix weist darauf hin, dass Beschimpfungen ausgesetzte Nutzer den jeweiligen Aggressor über das Ingame-System beim Entwickler anzeigen, ihn danach stummschalten und folgend auf den Entwickler vertrauen sollen. Rocket League ist im Juli 2015 erschienen und hat laut Psyonix mittlerweile 34 Millionen Spieler.

Overwatch: Härtere Strafen

Ende Juli haben auch die Entwickler des Multiplayer-Spiels Overwatch Maßnahmen gegen Spammer und Beleidiger intensiviert. So erklärte Blizzards Community-Managerin Stephanie Johnson in den Battle.net-Foren, dass ihr Unternehmen die Bestrafung für Spieler verschärfe, die über das Ingame-Reporting-System wegen schlechten Verhaltens angezeigt wurden. Johnson zufolge reiche die Bandbreite dafür von beabsichtigter Inaktivität, Ingame Spam, Beleidigung bis hin zur Bedrohung. Je nach Grad des Verstoßes will Blizzard Spieler stumm schalten, zum Aussetzen zwingen oder komplett für das Spiel sperren. Stephanie Johnson stellte außerdem ein Verstoß-Berichtssystem für die Overwatch-Konsolenversionen (Playstation 4, Xbox One) in Aussicht.

Spieleentwickler von Multiplayer-Spielen sehen sich mit zahlreichen Nutzerberichten über Ingame-Beleidigungen konfrontiert. Vor kurzem haben beispielsweise auch die Entwickler des Multiplayer-Spiels Playerunknown’s Battlegrounds das Problem thematisiert, einen neuen Verhaltenskodex erstellt sowie ein verschärftes Vorgehen gegen Ingame-Hatespeech angekündigt.


(mfi)