/Befürchtungen chinesischer Handelsverbote geben Bitcoin-Kurs erneuten Dämpfer

Befürchtungen chinesischer Handelsverbote geben Bitcoin-Kurs erneuten Dämpfer

Befürchtungen chinesischer Handelsverbote geben Bitcoin-Kurs erneuten Dämpfer


Peter Schmitz

Bitcoin-Symbol in Berlin: Bitcoins verkörpern das Ideal vom freien Geld.

(Bild: dpa, Jens Kalaene)

Der Kurs von Kryptowährungen zeigt sich sprunghaft. Gegenwärtig verursachen Einzelberichte aus China Kursrutsch-Effekte bei Bitcoin und Artgenossen. Diesmal geht es um einen Plan der chinesischen Regierung, wichtige Krypto-Börsen zu schließen.

Ein Online-Bericht der chinesischen Wirtschaftsmediengruppe Caixin vom gestrigen Freitag, dem 8. September, hat einen erneuten Kursrutsch bei Kryptowährungen ausgelöst. Den Caixin-Finanznachrichten zufolge plant die chinesische Regierung, wichtige Handelsplattformen für Kryptowährungen im Land zu schließen.

Erst vor wenigen Tagen hatte es einen zwar kurzfristigen, aber deutlichen Einbruch bei Bitcoin & Co. gegeben. Auslöser war die Ankündigung, dass die derzeit beliebte auf dem Blockchain-Verfahren beruhende Finanzierungsform der “Initial Coin Offerings (ICO)” in China verboten werden sollte – was dann auch prompt geschah.

Derzeit liegt der Kurs einen Bitcoins bei 4237,16 US-Dollar, was einem Minus von 8,6 Prozent innerhalb von 24 Stunden entspricht (Quelle: Coin Market Cap, 9.9.2017, 12:23 Uhr MEZ) Noch höhere Verluste verzeichneten Litecoin und Ethereum.



Crypto Currency Market Capitalizations

Medienberichte aus China bringen die Kurse der großen Kryptowährungen ins Trudeln.

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Bild: Coin Market Cap



Bei einer tatsächlichen Schließung der chinesischen Krypto-Börsen, die derzeit allerdings noch nicht sicher scheint, dürften die Kurse in den kommenden Tagen noch stärker in den Keller gehen. Der chinesische Markt hat deshalb so starke Bedeutung, weil er beim Handel mit Krypto-Werten als der weltweit aktivste gilt.

Allerdings gibt es auch Fachleute, die nicht an dauerhafte Auswirkungen einer solchen Handelsrestriktion glauben und dessen ungeachtet eine langfristige Fortsetzung des insgesamt zu beobachtenden Erfolgskurses von Kryptowährungen vorhersagen.

Bereits im Jahr 2013 hat die chinesische Regierung einer wichtigen Plattform des Bitcoin-Handels vorübergehend Steine in den Weg gelegt: Sie hatte BTC China die Entgegennahme von Einzahlungen in chinesischen Yuan verboten. Daraufhin reagierte der Bitcoin-Kurs mit einem Einbruch um über 50 Prozent. Später gaben die Behörden den Handel aber wieder frei, dann durften Yuan wieder gegen Krypto-Geld getauscht werden.


(psz)