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Audi will Elektroauto mit Solarzellen bestücken

Die Hanergy-Tochter Alta Devices stellt seine Solarfolie in Kalifornien her.

(Bild: Audi)

Noch in diesem Jahr will Audi einen Prototyp eines Elektroautos fertig haben, das mit Solarzellen bestückt ist. Dadurch soll die Reichweite des Autos erhöht werden.

Audi will mit Hilfe von Solarzellen die Reichweite von Elektroautos erhöhen. Zusammen mit dem chinesischen Solarzellen-Spezialisten Hanergy will der deutsche Autohersteller noch in diesem Jahr einen Prototyp fertig haben. Zuerst will Audi die von der Hanergy-Tochter Alta Devices hergestellten Solarfolien in ein Panorama-Glasdach integrieren. Künftig soll nahezu die gesamte Dachfläche über Solarzellen verfügen.

Der gewonnene Strom soll in das Bordnetz eingespeist werden und so beispielsweise die Klima-Anlage oder die Sitzheizung versorgen. Das könne sich direkt auf die Reichweite eines Elektroautos auswirken. Langfristig soll der Solarstrom auch direkt die Traktionsbatterie laden.

Konkurrenz aus München

Die Solarzellen haben laut Mitteilung einen Wirkungsgrad von mehr als 25 Prozent, sind besonders dünn und flexibel. Sie sollen auch bei schwachem Licht und hohen Temperaturen gut funktionierten.

Audi hat bisher keine rein elektrisch angetrieben Autos im Angebot. Für 2018 hat der Hersteller den Elektro-SUV e-tron angekündigt, im Jahr darauf soll der Audi e-tron Sportback folgen.

In Sachen Solarzellen für Elektroautos ist das Münchner Startup Sono Motors weiter als Audi. Kürzlich hat das Unternehmen den Prototyp des Elektroautos Sion vorgestellt. Es hat 330 mit einer Schicht aus Polycarbonat geschützte Solarzellen auf dem Dach, den Türen und der Motorhaube. Sie sollen pro Tag für zusätzliche 30 Kilometer Reichweite sorgen.


(anw)