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Audi Q3 II (2018): Vorschau, Preis, Motoren, Erlkönig Audi rüstet den Q3 auf

— 30.08.2017

Audi rüstet den Q3 auf

Der nächste Audi Q3 wächst deutlich, damit sich unterhalb der kleine Bruder Q2 breit machen kann. AUTO BILD hat neue Erlkönigbilder und alle Infos.

Die AUTO BILD-Erlkönigjäger erwischten den Audi Q3 auf Testfahrten in den Bergen. An der Front fällt der deutlich niedrigere Kühlergrill auf. Auch die Scheinwerfer sind deutlich schärfer gezeichnet. Der Erlkönig ist mit Halogen-Scheinwerfern unterwegs, was darauf schließen lässt, dass es sich hier um ein weniger gut ausgestattetes Exemplar handelt. Die Lufteinlässe in der Stoßstange stehen weniger hervor als noch beim Vormodell. Passend zu anderen aktuellen Audi-Modellen, sind auch die Heckleuchten mit mehr Ecken versehen. Der Dachkantenspoiler macht auf den Erlkönigbildern auch einen spitzeren Eindruck.

Wer verdient die Auto-Oscars?

2011 wurde der aktuelle Audi Q3 vorgestellt – so langsam kommt er also in die Jahre. Was ihm fehlt, ist der Zugang zur neuen digitalen Welt in Form von Assistenzsystemen, der nächsten Infotainment-Generation und einem zeitgemäßen Bedienkonzept. Kurzum: Es gibt viel Spielraum für Verbesserungen. Den will Audi auch nutzen. Schließlich muss der Q3 nicht nur BMW X1 und Mercedes GLA Paroli bieten. Er hat mit VW Tiguan, Seat Ateca und Skoda Kodiaq – mit denen er sich die DNA teilt – auch konzernintern starke Gegner. Außerdem muss er ein gutes Stück wachsen, hat sich doch unterhalb der Q2 breit gemacht.

Mehr Platz und sattere Optik

Der modulare Querbaukasten (MQB) schafft mehr Platz im Innenraum, bringt die Elektronik auf den neuesten Stand, ist viel flexibler in Bezug auf Länge, Breite und Radstand. Das Maßkonzept richtet sich zwar am Tiguan II aus, doch auch der Q3 profitiert von der steiferen und leichteren Bauweise sowie vom noch effizienteren Gleichteilekonzept. Die Länge dürfte von 4,39 auf 4,45 Meter wachsen, der Radstand von 2,60 auf 2,65 Meter. Weil der Q3 außerdem rund fünf Zentimeter breiter, aber keinen Deut höher wird, liegt der Wagen optisch viel satter auf der Straße. Zu diesem Effekt tragen auch die dezent ausgestellten Radhäuser bei. Eine Langversion, wie sie Skoda und VW planen, kommt für Audi nicht infrage. Der Vertrieb fände ein Q3 Coupé zwar spannend, hadert aber mit zu geringen Stückzahlen, wenn es ein betont dynamischer Zweitürer sein soll. Für den Fall, dass Porsche einen Macan Junior baut, müsste das Projekt natürlich neu gerechnet werden.

Der Q3 bleibt sich optisch weitgehend treu, wächst aber spürbar und tritt eine halbe Klasse höher an.

Interieur und Cockpit des Q3 orientieren sich am A4 und am neuen Tiguan. Eine aktuelle Infotainment-Generation und ein zeitgemäßes Bedienkonzept halten Einzug. Für Gestensteuerung, automatisches Parken und autonomes Fahren ist es in dieser Preisklasse noch zu früh. Die Instrumentierung kann gegen Aufpreis jedoch stufenweise erweitert werden. Analoge Skalen sind Serie, die Digitalanzeigen mit großer Kartendarstellung und das Head-up-Display kosten extra. Die Gepäckraumklappe gibt eine breitere Öffnung frei, die Ladekante wird abgesenkt, die Fondsitze lassen sich vielfach verstellen. Der Kofferraum nimmt dem Vernehmen nach von 356 auf 400 Liter zu.

Keine Dreizylinder, aber Hybrid

Während die Dreizylinder-Motoren außen vor bleiben, plant Audi zwei sportliche Fünfzylinder-Modelle: Erstmals den 340 PS starken SQ3 und eine RS-Version mit 400 PS. Der kräftigste 2,0-Liter-Benziner bringt es künftig auf beachtliche 252 PS, die Leistung des Top-Diesels klettert von 184 auf 204 PS. Ebenfalls als gesetzt gilt der Plug-in-Hybrid mit dem optimierten Hybridantrieb aus dem Konzernbaukasten. Die Basis-Technik stammt zwar von VW, doch die höhere Systemleistung von 220 PS bleibt den vier Ringen vorbehalten. Zusätzlich zum Plug-in soll es auch einen Mildhybriden geben. In Verbindung mit dem 12-V-Bordnetz und einer zweiten Batterie reicht die Leistung von 15 kW aus, um kurze Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Denkbar wäre auch noch ein rein elektrisch betriebener Q3, der die Technik des E-Golf nutzt. 

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Mit 30.000 Euro auf Q5-Niveau

Mit dem neuen Q3 dürfte die 30.000-Euro-Schallmauer selbst für die Grundmodelle fallen. Obwohl auch der nächste Q5 preislich eine halbe Stufe nach oben wandert, bleibt zwischen Q3 und Q5 bei einigen Motorisierungen nicht viel Freiraum. Für Ausstattungspakete müssen die Q3-Kunden künftig ebenfalls mehr Geld in die Hand nehmen – Vorsprung durch Technik will bezahlt werden.

Autoren: Georg Kacher, Michael Gebhardt, Andreas Huber