/Audi gegen Mercedes-AMG: Vergleich Paarungzeit

Audi gegen Mercedes-AMG: Vergleich Paarungzeit

— 01.09.2017

Paarungzeit

Audi und Mercedes-AMG standen sich schon oft gegenüber – doch noch
nie haben sie es so frontal aufeinander abgesehen wie heute. Ein Vergleich.

An sich sind solche Vergleichstests, wie wir sie hier jeden Monat aufs Neue austragen, ja nichts anderes als eine Momentaufnahme. Eine Abbildung der Kräfteverhältnisse, meist innerhalb eines Segments, die zwar einiges über die Sportlichkeit der teilnehmenden Probanden, letztlich aber herzlich wenig über die der teilnehmenden Marken aussagt. Dafür gibt es schlicht zu viele solcher Segmente, die von den Herstellern noch dazu auf unterschiedlichste Weise besetzt werden. Stichwort Modellpolitik, Abgrenzung innerhalb der Baureihen oder schlicht Markenphilosophie.

In fünf Duellen suchen wir nach der sportlicheren Marke

Sportler im weitesten Sinne: SQ7 TDI und GLE 63 S treten im Segment der Power-SUVs gegeneinander an.

Und dann unterliegt so ein Vergleich natürlich auch gewissen Schwankungen. Ganz wie im Sport, wo Tagesform, Wettkampfbedingungen und nicht zuletzt Austragungsorte eine wichtige, manchmal sogar entscheidende Rolle spielen können. Kurzum: Um die fahrdynamische Ausrichtung zweier Marken so richtig aussagekräftig miteinander vergleichen zu können, reicht ein Einzelduell leider bei Weitem nicht aus. Da muss man den Bogen schon weiter spannen; so wie beim Eishockey oder Basketball, wo finale Endspiele ja auch nicht an einem Abend, sondern meist über fünf Etappen ausgetragen werden. Genau diesen Best-of-Five-Modus haben wir uns diesmal zum Vorbild genommen, um die Performance-Verhältnisse zwischen Audi (Sport) und Mercedes-AMG etwas genauer aufzudröseln. Das Ziel: In fünf Paarungen herauszufahren, wer das insgesamt sportlichere Programm auffährt.

Ein bunter Mix, quer durch die Segmente. Mit zwei jungen Heißspornen (Audi RS 3, AMG CLA 43) zum Auftakt, den Semisportlern der Mittelklasse (Audi S5, AMG C 43) in Runde zwei und einem luxusschwangeren Leistungsgipfel (Audi RS 7 Performance, AMG E 63 S) zur Halbzeit. In Runde vier lassen wir die hauseigenen Sportwagen (Audi R8 V10 Spyder, AMG GT C Roadster) aufeinander los, ehe zwei Interpretationen des Schwergewicht-Themas (Audi SQ7 TDI, AMG GLE 63 S) das finale Ranking in Runde fünf schließlich besiegeln. Nun denn, lasset die Spiele beginnen …

Alle Details zum großen Vergleichstest zwischen Audi und Mercedes-AMG finden Sie in der Bildergalerie.

Autor:

Manuel Iglisch

Fazit

Fast hatte es den Anschein, als würde Audi den Sieg nach Punkten schon vorzeitig besiegeln können. Erst die RS 3 Limousine, die den extrem fahraktiven CLA 45 in Grund und Boden beschleunigt und dann auch noch quer dynamisch richtig gut funktioniert. Danach der S5 Sportback, der sich nach Messwerten zwar kaum vom C 43 absetzen kann, dafür aber im Handling zur vielleicht größten Überraschung des gesamten Tests avanciert. Ab jetzt kommt allerdings durchweg die Affalterbacher Performance-Maschinerie zum Zug. Der E 63 S, der den RS 7 Performance auf der Strecke quasi nach Belieben dominiert; der GT C Roadster, der von AMG perfekt dosiert wurde und die Reifenschwäche des Basis-R8 gnadenlos ausnutzt. Und schlussendlich auch der GLE 63 S, dessen Biturbo-V8 auf seine alten Tage hier noch einmal richtig einen raushaut – und AMG damit einen zwar knappen, aber verdienten Gesamtsieg beschert.

Autoren: Manuel Iglisch, Guido Naumann