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Audi e-tron quattro Sportback (2018): Erlkönig Audi bringt ein E-SUV

— 17.08.2017

Audi bringt ein E-SUV

2018 will Audi mit dem e-tron quattro ein elektrisches SUV auf den Markt bringen. Nur ein Jahr später kommt der Sportback. Erste Erlkönigfotos!

Mit dem e-tron quattro will Audi 2018 den Elektro-SUV-Markt betreten. Der wird bislang allein von Tesla mit dem Model X abgegrast. Offenbar beginnt Audi jetzt mit der offiziellen Testphase, denn die AUTO BILD-Erlkönigjäger haben den e-tron quattro zum ersten Mal erwischt. Auf den Fotos wirkt das Elektro-SUV wie ein großer Q5. Gleichzeitig ist die aktuelle Formensprache von Designchef Marc Lichte trotz Tarnung erkennbar. Am Heck scheint sogar das Leuchtband mit den verbundenen Rückleuchten durch. Und Audi plant gleich weiter: Nur ein Jahr nach dem elektrischen Hochbeiner im Q6-Format schieben sie das SUV-Coupé e-tron quattro Sportback nach. Die Technik teilen sich beide: Zwischen 70 und 105 kWh Strom schlummern in den Akkus, die Reichweite soll bei rund 600 Kilometern liegen.

Shanghai-Studie gibt konkreten Ausblick

Der e-tron Sportback hat 503 PS, sprintet in 4,5 Sekunden auf 100 km/h und 500 Kilometer Reichweite.

Einen ersten Eindruck vom e-tron quattro Sportback hat Audi auf der Auto Shanghai (21. bis 28. April 2017) mit der gleichnamigen Studie gegeben. Die Technik des Concept Cars entspricht weitestgehend der Serie. Die wichtigsten Kennzahlen in Kürze: 503 PS, in 4,5 Sekunden auf 100 km/h. Das Aufregendste am e-tron Sportback ist aber das Design: Audi hat ein Elektroauto auf die Räder gestellt, dass sich deutlich von konventionell angetriebenen Modellen unterscheidet – und trotzdem gut gelungen ist. Das liegt an zwei Dingen: Erstens hat Marc Lichte dem e-tron ein ganz neues Gesicht gegeben. Mit klassischem Grill, aber umgedrehter Farb-Logik. Denn sonst ist ein Kühlergrill innen schwarz und außen in Wagenfarbe lackiert – beim e-tron ist es genau andersherum. Und zweitens hat Audi das wohl konsequenteste SUV-Coupé gebaut. Keinen grob geschlagenen Klotz wie ein Mercedes GLE, sondern schlank und mit feiner Feder gezeichnet.

Besonderes Augenmerk hat Audi auf das Licht gelegt: Typisch Showcar sind die Scheinwerfer schmaler gezeichnet als bei den aktuellen Serienautos – darunter befinden sich zwei Lichtfelder mit 250 LEDs. In normaler Einstellung bilden die Leuchtdioden schmale Streifen unter den Scheinwerfern, sie können aber auch andere Bilder und Bewegungen darstellen. Links und rechts sorgen Projektoren für digitales Matrix-Licht, die gleichzeitig Fahr- und Fernlicht erzeugen, aber noch andere Funktionen haben: In engen Durchfahrten kann das Auto seine Abmessungen auf den Boden projizieren, damit der Fahrer weiß, ob der Platz reicht. Auch Zeichen für andere Verkehrsteilnehmer sind möglich, etwa ein Zebrastreifen, wenn der Fahrer einen Fußgänger über die Straße lassen will. Weniger spektakulär geht es am Heck zu: Das Rücklicht zieht sich von links nach rechts über die Heckklappe und könnte ein Designmerkmal kommender Serienfahrzeuge sein.

Extrem reduzierter Innenraum

Auffällig ist auch der Innenraum: Er ist extrem reduziert und strotzt trotzdem nur so vor Details. Um die Nachhaltigkeit des e-tron Sportback zu unterstreichen sind die Sitze mit einem Stoff aus Bambus bezogen. Und auch der Leichtbau findet seine Entsprechung im Cockpit des Audi, so haben die Designer neuartiges Alcantara verbaut, das leichter ist als bisher. Leicht ist auch die Bedienung des Infotainments: Das MMI hat bei Audi über kurz oder lang ausgedient. Stattdessen setzen die Ingolstädter auf OLED-Touchscreens, die sich nahtlos in das glänzend schwarze Zierelement einfügen. Damit die Ablenkung beim Bedienen möglichst gering ausfällt, ist die Mittelkonsole zum Fahrer geneigt. Der Beifahrer guckt infotechnisch dennoch nicht in die Röhre, sondern auf ein unter Glas liegendes schmales Display im Armaturenbrett. Dieses zeigt ihm die wichtigsten Fahrdaten sowie Musiktitel und Wetterinfos.

Autoren: Peter R. Fischer, Stefan Voswinkel, Katharina Berndt