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Audi Aicon (2017): Autonome Studie Audis autonomes Luxusmobil

— 11.09.2017

Audis autonomes Luxusmobil

Audi zeigt mit dem Aicon eine vollautonome Studie der Luxusklasse. Der Aicon kommt komplett ohne Lenkrad und Pedale, dafür mit der Assistentin PIA. Alle Infos!

So stellt sich Audi die automobile Luxusklasse der Zukunft vor! Mit der Studie Aicon geben die Ingolstädter einen Ausblick auf das autonome Fahren, denn der 5,44 Meter lange Aicon hat kein Lenkrad, keine Pedale und auch keine Armaturen. Der Aicon fährt völlig autonom – ein Eingreifen der Insassen ist gar nicht möglich. Stattdessen sollen es sich die bis zu vier Mitfahrer im loungeartig gestalteten Innenraum bequem machen. Audi spricht von einem Raumgefühl wie in einer First-Class-Flugzeugkabine. Mit einem Radstand von 3,47 Meter hat der Aicon tatsächlich einen längeren Radstand als die Langversion des neuen A8. Trotzdem ist die Studie nur als 2+2-Sitzer designt. Die Türen sind vorne und hinten angeschlagen und öffnen gegenläufig – eine B-Säule gibt es nicht. Die zwei vorderen Einzelsitze sind bewusst wie die berühmten “Lounge Chairs” designt und lassen sich um bis zu 50 Zentimeter vor und zurück verschieben und auch um bis zu 15 Grad drehen. Hochflor-Teppich soll für eine Wohnzimmeratmosphäre sorgen.

Der Aicon ist ein 2+2-Sitzer

Ob der Pfeil im Panoramadach wohl die Fahrtrichtung des Audi Aicon anzeigt?

Zusätzlich gibt es eine in die Rückwand integrierte durchgängige Sitzbank, die noch mal zwei Passagieren Platz bietet. Der Innenraum soll durch große Glasflächen besonders luftig wirken. Auf den Fotos ist durch das fehlende Lenkrad schwierig zu erkennen, wo vorne und hinten ist. Anstelle der herkömmlichen Armaturen verbaut Audi ein zentrales Display, über das beispielsweise alle wichtigen Infotainment-Funktionen bedient werden können. Im Aicon soll alles möglich sein: ganz egal ob Arbeit, Unterhaltung oder Ruhepause. Die Passagiere können sogar ein Nickerchen machen. Für das Wohlbefinden soll PIA sorgen. Die elektronische Fahrzeugassistenz kümmert sich um persönliche Fahrzeugeinstellungen und mehr. Neben Sprachsteuerung soll im Aicon auch das sogenannte “Eye-Tracking” möglich sein. Dabei können die Mitfahrer bestimmte Bedieneinheiten mit den Augen fixieren und auswählen.

Singleframe-Kühlergrill, 26-Zoll-Felgen aber keine Scheinwerfer

Auch wenn innen nicht mehr viel an ein Auto der aktuellen Zeit erinnert, ist der Aicon von außen noch direkt als Audi erkennbar. Dafür sorgt in erster Linie der sechseckige Singleframe-Kühlergrill mit. Neben den ausgestellten Radhäusern sind die 26-Zoll-Felgen das optische Highlight der Studie. Gleichzeitig verzichtet Audi beim Aicon auf gewöhnliche Scheinwerfer und Rückleuchten. Stattdessen kommen Displayflächen zum Einsatz, die komplett frei konfiguriert werden können. So soll der Aicon mit anderen Fahrzeugen über optische Impulse “kommunizieren” können.

Audi verspricht mehr als 800 Kilometer Reichweite

Wie es sich für ein Auto der Zukunft gehört, ist der Audi Aicon natürlich vollelektrisch unterwegs. Die Studie hat vier Elektromotoren mit insgesamt 260 kW und 550 Nm maximalem Drehmoment an Bord. Dabei setzt Audi ganz bewusst weniger auf Beschleunigung als auf Reichweite. Durch Leichtbau soll der Aicon mit einer Ladung über 800 Kilometer weit kommen und auch das Aufladen soll kein Problem mehr sein. Audi veranschlagt 30 Minuten für über 80 Prozent Batterie-Kapazität. Elektrotypisch ist der Vierradantrieb, der perfekt zur quattro-Philosophie von Audi passt. Neu beim Aicon ist die Allradlenkung mit der der autonome Luxusliner besonders wendig sein soll. Den Wendekreis gibt Audi mit nur 8,50 Metern an, das Fahrwerk ist ein vollaktives Luftfahrwerk, das auf maximalen Komfort ausgelegt ist. Audi verspricht, dass der Aicon kein autonomes Roboter-Taxi, sondern ein “Prestige-Automobil” von morgen ist. Die einzige Sache, die die Ingolstädter nicht verraten ist, wann der Aicon Serienreife erlangt haben wird.