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AR-Projektor erweitert alle Flächen

AR-Projektor erweitert alle Flächen


Ben Schwan

US-Wissenschaftler haben ein System entwickelt, mit der aus einfachen Tischen Multitouch-Oberflächen werden.

Desktopography nennt sich eine neue Hardware, die eine Forschergruppe in den USA entwickelt hat. Sie soll Augmented-Reality-Anwendungen auf nahezu jeder Oberfläche im Haushalt ermöglichen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe (“Augmented Reality frisch auf den Tisch”).

Das zumindest versprechen die Wissenschaftler der Future Interfaces Group an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Ihr System verwendet einen kleinen Projektor, einen Tiefensensor und einen Computer, um Bilder auf Oberflächen zu werfen – die Projektionen können um reale Objekte herum platziert werden, die bereits auf der Oberfläche stehen. Das Gerät wird in eine Glühbirnenfassung gedreht und die letzte Demonstrationseinheit bezieht auch ihren Strom daraus, wie Robert Xiao, Masterstudent und Projektleiter, erläutert.

Interaktive Oberflächen

Die Desktopography-Hardware kann Dinge wie einen Taschenrechner oder eine Karte auf den Schreibtisch werfen, mit denen der Benutzer dann interagieren kann. So lassen sich Objekte mit mehreren Fingern virtuell berühren und verschieben. Wenn man beispielsweise einen Gegenstand wie einen Becher in den Bereich stellt, in dem bereits eine Projektion erfolgt, wird diese automatisch freigeräumt. Das wirkt schon ziemlich realitätsnah. Projektionen lassen sich zudem mit vorhandenen Objekten verbinden. So kann etwa ein Kalender, der neben einem Buch angezeigt wird, mit diesem mitwandern, wenn man das Buch verschiebt.

Derzeit ist das Desktopography-Gerät nur im Labor zu sehen, doch Xiao und sein Team glauben, dass die erweiterte Realität bald unser Alltagsleben erobern könnte. Sensoren und andere elektronische Komponenten muss man dabei nicht mehr in Oberflächen einbauen, auf denen Bilder angezeigt werden sollen. Im Gegensatz zu AR-Brillen wie der HoloLens von Microsoft oder der Meta 2 von Meta benötigt man auch kein Headset, um gut aussehende Bilder zu produzieren. Und ein zusätzliches Tablet oder Smartphone, durch das man die AR-Bereiche angezeigt bekommt, wie man dies etwa von Pokémon Go kennt, benötigt man ebenfalls nicht.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)