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Apples P2P-Bezahldienst startet Betaphase

Apples P2P-Bezahldienst startet Betaphase


Ben Schwan

Der Dienst nennt sich Apple Pay Cash.

(Bild: Apple)

Nutzer von Apple Pay dürfen künftig Geld untereinander versenden. Bis dies die Öffentlichkeit kann, muss allerdings erst iOS 11.2 erscheinen, das derzeit in einer Vorabversion vorliegt. Deutschland muss draußen bleiben.

Nutzer von Apple Pay sollen künftig nicht nur an Kartenterminals oder im Web bezahlen, sondern auch Beträge untereinander verschicken können. Der entsprechende Dienst war von Apple bereits im Sommer angekündigt worden, zeigte sich aber in iOS 11 bislang noch nicht. Das ändert sich nun: Entwickler und Teilnehmer von Apples öffentlichem Betaprogramm können den Dienst auf iPhone, iPad und Apple Watch künftig ausprobieren. Voraussetzung ist, dass die aktuelle Betaversion von iOS 11.2 aufgespielt wurde – und der Apple-Pay-Account in den USA registriert ist.

Finalversion von iOS 11.2 bringt neuen Bezahldienst

Der Service hört auf den Namen Apple Pay Cash und soll mit Erscheinen der Finalversion von iOS 11.2 dann auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Wann er auch nach Europa kommt, ist bislang noch unklar – in Deutschland ist Apple Pay an sich immer noch nicht verfügbar, obwohl der kontaktlose Bezahldienst mittlerweile drei Jahre alt ist.

Apple Pay Cash basiert auf Apples hauseigener IM-Plattform iMessage. Hier können Nutzer Gelder anfordern oder versenden. Dabei soll die App intellligent feststellen, wenn es im Gespräch ums Geld geht und entsprechende Vorschläge machen. Das System ist dank Siri-KI-Technik schlau genug, in Konversationen zu erkennen, dass eine Zahlung ansteht. Sagt der Chat-Partner etwa “Du schuldest mir 20 Dollar”, bietet die App gleich ein entsprechendes Zahlfenster an.

Virtuelle Kreditkarte – Gebühren beim Bezahlen

Der Dienst arbeitet mit einer virtuellen Kreditkarte. Ist eine Summe eingegangen, kann diese dann mittels Apple Pay wieder ausgegeben werden, alternativ lässt sie sich auch auf ein Bankkonto zurücküberweisen. Apple verlangt standardmäßig keine Gebühren, allerdings nur dann, wenn die verknüpfte Karte, von der das Geld kommt, eine Debitkarte ist. Ist die Geldquelle eine Kreditkarte von Visa, Mastercard & Co. werden 3 Prozent Aufschlag fällig. Das machen allerdings Konkurrenzdienste ähnlich.

Laut Entwicklern, die iOS 11.2 Beta testen, ist Apple Pay Cash bereits nutzbar. Der Dienst soll automatisch in der iMessage-Anwendung erscheinen. An Hardware nutzbar sind iPhone 6 oder neuer, iPhone SE, das iPad der fünften Generation, das iPad Pro, das iPad Air 2, das iPad mini 3 sowie die Apple Watch.


(bsc)