/Apple TV 4K: Bildwiederholrate und HDR-Ausgabe künftig je nach Inhalt

Apple TV 4K: Bildwiederholrate und HDR-Ausgabe künftig je nach Inhalt

(Bild: Screenshot)

Das aktuell in der Beta-Phase befindliche tvOS 11.2 versetzt das Apple TV 4K in die Lage, die Videoausgabe an den gerade abgespielten Inhalt anzupassen.

Mit dem kommenden Betriebssystem tvOS 11.2 (derzeit in der Beta-Phase) spendiert Apple dem Apple TV 4K einen Modus, der dessen Videoausgabe über HDMI an den gerade wiedergegebenen Inhalt anpasst. Dies ergibt sich aus einem Video zum sogenannten “AVDisplayManager”, das Apple auf seiner Developer-Seite veröffentlicht hat.

Aktuell ist das Apple TV 4K fest auf eine Bildwiederholrate und die Ausgabe mit gewöhnlichem oder mit erhöhtem Kontrast (High Dynamic Range, HDR) festgelegt. In der Praxis bedeutet dies unter anderem, dass bei Wahl der HDR-Ausgabe eigentlich mit gewöhnlichem Kontrastumfang (Standard Dynamic Range, SDR) vorliegende Inhalte von der Box in HDR umgewandelt werden. In der Praxis sorgte das Ergebnis für teilweise recht negative Kritiken.

Die Dolby-Vision-Ausgabe macht aktuell wiederum bei an sich passenden 4K-Fernsehern von LG aus dem vergangenen Jahr Probleme: Das Apple TV 4K wählt dort von sich aus die HDR10-Ausgabe, da diese TV-Modell Dolby Vision nur mit maximal 30 Hertz ausgeben können. Das reicht für die auf iTunes angebotenen 4K-Filme an sich völlig aus (sie laufen mit 24 Hertz), doch Apple wählt lieber den HDR10-Modus mit 60 Hertz, damit das Interface der Box möglichst ruckelfrei angezeigt wird. Zwar lässt sich sich die Ausgabe manuell auf 4K mit Dolby Vision bei 30 Hz umstellen, allerdings läuft das Apple TV 4K dann die ganze Zeit in diesem Modus.

Beim Apple TV 4K mit tvOS 11.2 ist der neue Modus voraussichtlich nicht automatisch eingestellt, sondern muss manuell vom Nutzer aktiviert werden. Der Grund dafür dürfte sein, dass es beim Umschalten zwischen verschiedenen Bildwiederholraten zu Unterbrechungen wegen des jeweils nötigen HDMI-Handshakes kommen kann – was von manchen Nutzer als Bug missverstanden werden könnte.


(nij)