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Apple kauft Hersteller von Augmented-Reality-Headset

Apple kauft Hersteller von Augmented-Reality-Headset


Ben Schwan

So hätte das Totem-Headset aussehen können, das allerdings nie offiziell auf den Markt kam.

(Bild: Vrvana)

Laut einem Medienbericht hat Apple bereits vor einigen Monaten Vrvana übernommen – eine Firma, die ein Augmented-Reality-Gerät entwickelt hat, das mit Microsofts HoloLens konkurrieren sollte.

Dass sich Apple für Augmented Reality (AR) besonders stark interessiert, hat Konzernchef Tim Cook schon häufiger öffentlich betont. Nun soll der iPhone-Produzent auch einen passenden Hardware-Hersteller erworben haben. Wie das IT-Blog TechCrunch meldet, hat Apple informierten Kreisen zufolge wohl schon im Sommer das Start-up Vrvana aus dem kanadischen Montreal gekauft – angeblich für 30 Millionen US-Dollar. Die junge Firma arbeitete an einem gemischten Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Headset namens Totem. Das Gerät, das niemals offiziell auf den Markt kam, sollte mit Microsofts HoloLens und anderen Mixed-Reality-Produkten konkurrieren und bekam von ersten Testern gute Kritiken.

Mixed-Reality-Headset mit OLED-Bildschirm

Das Totem-Headset arbeitete mit einem OLED-Bildschirm (1440p) und einem sogenannten 6DoF-Tracking, mit dem die Position des Nutzers im Raum erfasst wurde. Die Hände des Users wurden wiederum über Infrarot-Kameras erfasst, die Umgebung von einem eigenen Bildsensor. Die Nutzererfahrung soll besser gewesen sein als die bei projektionsbasierten Systemen wie Microsofts HoloLens, schreibt TechCrunch. Zudem konnte das Gerät auch als echte Virtual-Reality-Hardware verwendet werden, VR und AR also vermischen. Vrvana betonte zudem die geringe Darstellungslatenz der Hardware.

Vrvana besteht bereits seit 2005

Apple wollte den Bericht nicht kommentieren, verneinte den Aufkauf aber nicht. Vrvana meldete sich gegenüber TechCrunch wiederum nicht zurück. Das Start-up war bereits 2005 gegründet worden und soll vergleichsweise geringe Investitionsmittel eingesammelt haben. Neben dem Freizeitmarkt strebte Vrvana auch ins Geschäftskundengeschäft und wollte Totem etwa für Industriearbeitsplätze anbieten.

Apple-AR-Brille angeblich bis 2020 fertig

Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass Apple eine eigene AR-Brille für das Jahr 2019 oder 2020 plant. Ähnlich wie bei der Apple Watch will Apple dem Bericht zufolge auf einen intern entwickelten extrem kompakten Chip setzen, der Prozessor und GPU vereint (System-in-Package) – sowie auf ein neues “rOS” – Reality OS – genanntes Betriebssystem auf iOS-Basis. Der Zeitplan ist angeblich sehr aggressiv.


(bsc)