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Apple entfernt im Iran beliebte Apps

Apple entfernt im Iran beliebte Apps


Thomas Kaltschmidt

(Bild: Snapp)

Einige der im Iran am weitesten verbreiteten iOS-Apps sind für die Bürger dort nicht mehr verfügbar. Apple sagt, es folge den US-Sanktionen gegen den Iran.

Apple zieht verstärkt den Stecker bei iranischen App-Entwicklern. Erst am Donnerstag verbannte Apple die im Iran beliebte App Snapp aus seinen Stores. Die Software dient dem Vermitteln von Fahrdiensten á la Uber. In den Wochen zuvor kamen unter anderem Apps für Lebensmittellieferungen und Shopping auf die rote Liste.

Wie die New York Times berichtet, hat Apple aufgrund der amerikanischen Sanktionen gegen den Iran weder eine Zweigstelle in dem Land, noch unterhält es einen landesspezifischen App Store. Das hindert Iraner allerdings nicht, iPhones inoffiziell zu erwerben und einen App Store außerhalb des Irans zu nutzen. Laut der iranischen Technews-Seite Techrasa haben von 82 Millionen Einwohnen im Iran etwa 40 Millionen ein Smartphone, um die 28 Millionen verfügen über mobiles Internet.

Betroffene Entwickler erhielten folgende Stellungnahme von Apple: “Aufgrund der US-Sanktionen kann der App Store weder anbieten, verteilen noch Geschäfte machen mit Apps oder Entwicklern, die mit bestimmten Ländern unter US-Embargo verbunden sind.”

Schon Ende Januar 2017 wies Apple Startups im Iran offenbar darauf hin, dass es wegen der Sanktionen keine neuen App-Uploads akzeptieren könne. Laut New York Times erlaubt Googles Play Store iranische Apps allerdings weiterhin, solange darin keine Käufe getätigt werden können.

Ende Juli wurde Apple dafür kritisiert, dass es einige beliebte VPN-Apps aus dem chinesischen App Store entfernte, mit denen man auf das unregulierte Internet zugreifen konnte. Man folge nur den rechtlichen Rahmenbedingungen in China, so lautete die Reaktion des iPhone-Herstellers.


(thk)