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Angela Merkel als Erpresserin? Schwere Vorwürfe vor TV-Wahlkampf

Angela Merkel muss sich schwere Vorwürfe des ehemaligen ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender gefallen lassen.
Bild: Swen Pförtner / picture alliance / dpa

Bevor die Bundestagswahl am 24. September 2017 ansteht, treffen Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Herausforderer Martin Schulz am 3. September zu einem TV-Duell aufeinander. Eine ideale Möglichkeit, um unentschlossene Wähler von sich zu überzeugen – doch im Vorfeld des mit Spannung erwarteten TV-Duells kommen schwerwiegende Vorwürfe ans Licht.

“Erpresserische Methoden” – Angela Merkel wegen TV-Duell in der Kritik

Mit Nikolaus Brender, seines Zeichens ehemaliger Chefredakteur beim ZDF, erhebt nämlich eine Person mit Einblick hinter die TV-Kulissen den Vorwurf, Angela Merkel habe erpresserische Methoden angewandt, um das Fernsehduell mit Martin Schulz zu “einem reinen Kanzlerformat” zu machen, wie der “Spiegel” schreibt. Vertraute der Bundeskanzlerin – darunter Regierungssprecher Steffen Seibert und Eva Christiansen – hätten bereits im Vorfeld abstecken lassen, in welchem Rahmen die Fernsehdebatte über die Bühne gehen soll. Zwei TV-Duelle zwischen Merkel und Schulz im Vorfeld der Bundestagswahl seien von Merkels Umfeld vehement abgelehnt worden mit der Anmerkung, Angela Merkel werde an keiner TV-Debatte teilnehmen, käme man dieser Forderung nicht nach.

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Bloß keine Überraschungen! Deshalb fordert Angela Merkel klare Regeln für TV-Duell mit Martin Schulz

Seitens des Kanzleramtes habe man von den Fernsehmachern “ein Korsett für die Kanzlerin” verlangt, das einen reibungslosen Schlagabtausch im Fernsehen garantiert. Herausforderer Martin Schulz hingegen soll mit weiteren Reglements so ins TV-Duell gehen, dass “er sich nicht bewegen darf”, formuliert ZDF-Mann Brender weiter. Angela Merkels Wahlkampf laufe dadurch ab wie “im Schlafmodus”, Überraschungen seien ausgeschlossen.

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Peer Steinbrück (SPD) kritisiert Merkels Wahlkampfstrategie

In diese Kerbe schlägt auch Martin Schulz’ Parteikollege Peer Steinbrück. Die Wahlkampfstrategie von Angela Merkel sei “demokatietheoretisch (…) verheerend”, so der SPD-Politiker über die Bundeskanzlerin.”Sie entzieht sich einem direkten Vergleich. Dabei lebt der Wahlkampf vom Wettbewerb der Positionen und Personen”, wird Steinbrück vom “Spiegel” zitiert.

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loc/news.de