/Android 8 ist da: Das O steht für Oreo

Android 8 ist da: Das O steht für Oreo

Android 8 ist da: Das O steht für Oreo


Stefan Porteck, Jörg Wirtgen

(Bild: Google)

Google hat Android 8 veröffentlicht, Codename Oreo. Zuerst landet es auf den hauseigenen Smartphones und Tablets, andere Hersteller dürften in den kommenden Wochen folgen.

Google hat das seit März in Preview-Varianten erhältliche Android 8 nun fertiggestellt und für die ersten Pixel- und Nexus-Geräte zum Download bereitgestellt; weitere Geräte dürften in den nächsten Tagen folgen. Zunächst hatte die Gerüchteküche gebrodelt, dass Android 8 am 8.8. erscheinen sollte. Kurz darauf sickerte als Termin das Ende der US-Sonnenfinsternis um 20:40 Uhr MESZ durch.

Später hatte Google mit viel Brimborium für den heutigen Abend einen Live-Stream zur Präsentation von Android 8 angekündigt. Zu sehen gab es aber nur ein rund 60 Sekunden langes Promofilmchen. Ach ja, das O steht für den Codenamen Oreo – damit ist es doch der naheliegende Mondelēz-Markenkeks geworden, obgleich die Kooperation mit einem Süßwarenhersteller Google schon bei Android 4.4 Kitkat einige Kritik eingebracht hatte.

Einige weitere Hersteller haben schon Updates für ihre Smartphones und Tablets angekündigt. Der aktuelle Stand:

Das ist neu in Android 8

Die meisten Neuerungen sind schon seit den Preview-Versionen von Android O bekannt, darunter die detailliert einstellbaren Benachrichtigungskategorien, Mini-Benachrichtigungen an den App-Icons und eine effizientere Zwischenablage. Unter der Haube bekommt Android nun ein Color Management, um auf Displays mit erweitertem Farbraum Fotos naturgetreuer darzustellen. Zudem lässt sich ein Sicherheitsupdate nun auch installieren, wenn der interne Speicher keinen Platz mehr hat.

Eine weitere Neuerung kommt auch älteren Geräten zugute, der Virenscanner Play Protect. Hauptsächlich handelt es sich dabei um den Malware-Scan, den Google sowieso schon für alle Apps im eigenen Store durchführt. Auch Apps aus anderen Quellen lassen sich scannen. Neu daran ist hauptsächlich, dass man nun in der Play-Store-App ein erneutes Scannen aller installierten Apps veranlassen kann. Der Scan findet auf dem Gerät statt, Google will ihn ständig verbessern. Ein entsprechendes Update der Store-App dürfte in den nächsten Wochen auch bei den Nutzern älterer Android-Versionen landen; erste Nutzer berichten schon jetzt davon.

Update erzwingen



Beta-Tester erhalten das Update auf Oreo offenbar sehr zeitnah.

Teilnehmer am Beta-Programm erhalten das Update auf Oreo offenbar sehr zeitnah.

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Auch dieses Update dürfte Google nicht in einem Rutsch an alle Anwender gleichzeitig verteilen, sondern in einzelnen Wellen. Wer nicht warten möchte und eins der Update-fähigen Nexus- oder Pixel-Geräte besitzt, kann wie seinerzeit bei Android 7 zu einem Trick greifen: Registriert man sich mit beim Android-Beta-Programm, liefert Google offenbar sofort das Update auf die finale Version. Bei unseren Tests mit einem Nexus 5X stand Android 8 wenige Minuten nach der Veröffentlichung bereit.

Nach der Installation konnten wir das Smartphone problemlos wieder vom Beta-Programm abmelden. Das sollte man auch tun: Wer sich nicht sofort wieder abmeldet, erhält künftig auch Betas kommender Android-Versionen. Hier lauert ein fieser Fallstrick: Wer sich sich erst in einigen Monaten abmeldet und dann eventuell schon eine Vorabversion nutzt, dem schickt Google ein Update auf die jüngste stabile Version, was das Gerät auf die Werksstellungen zurücksetzt.

(spo) /


(jow)