/AMD übertrifft Erwartungen: Ryzen-Prozessoren und Mining-Boom steigern Umsatz

AMD übertrifft Erwartungen: Ryzen-Prozessoren und Mining-Boom steigern Umsatz

AMD übertrifft Erwartungen: Ryzen-Prozessoren und Mining-Boom steigern Umsatz


Martin Fischer

(Bild: heise online / c’t)

AMD steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich. Allein das Geschäftsfeld Computing und Graphics wuchs um über 50 Prozent.

Der Prozessor- und GPU-Hersteller AMD hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 1,22 Milliarden US-Dollar erreicht. Dies entspricht einer Steigerung um knapp 19 Prozent zum Vorjahresquartal beziehungsweise um 24 Prozent zum vorherigen Quartal. Unter dem Strich kam AMD zwar nicht in die schwarzen Zahlen, konnte die Verluste aber deutlich reduzieren: das Unternehmen weist im zweiten Quartal ein Minus von 16 Millionen US-Dollar aus, im Q2/2016 waren es noch 40 Millionen US-Dollar, im Q1/2017 noch 38 Millionen US-Dollar.



AMD-Chefentwickler Raja Koduri mit einem Vega-Grafikchip. Gamer-Karten der Serie Radeon RX Vega sollen den Umsatz ab dem dritten Quartal weiter steigern.

AMD-Chefentwickler Raja Koduri mit einem Vega-Grafikchip. Gamer-Karten der Serie Radeon RX Vega sollen den Umsatz ab dem dritten Quartal weiter steigern.

Vergrößern



Hohe Nachfrage nach Prozessoren und Grafikkarten

Die Sparte “Computing and Graphics” setzte 659 Millionen US-Dollar um, was im Jahresvergleich einem Anstieg um 51 Prozent entspricht. AMD zufolge liegt die große Steigerung in der Nachfrage nach Ryzen-Prozessoren begründet, von denen erste Typen im März 2017 in den Handel kamen. Den Achtkernprozessoren Ryzen 7 1700, 1700X und 1800X folgten Sechs- und Vierkerner, die es allesamt im zweiten Quartal zu kaufen gab. Auch die Nachfrage nach bestimmten Radeon-Grafikkarte stieg aufgrund des Ethereum-Mining-Booms. Unterm Strich erzielte AMD im Segment Computing and Graphics ein operatives Ergebnis von 7 Millionen US-Dollar – ein großer Erfolg im Vergleich zum Vorjahresquartal, als dieser Bereich noch einen operativen Verlust von 81 Millionen US-Dollar auswies.

Enterprise schrumpft

Im Bereich Enterprise, Embedded und Semi-Custom setzte AMD 563 Millionen US-Dollar um – fünf Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Das liege laut AMD an den geringeren Verkäufen im Bereich der Semi-Custom-Kombichips (Systems-on-Chip/SoCs). Server-Prozessoren der Epyc-Reihe wurden erst Ende Juni vorgestellt. Das operative Ergebnis schrumpfte im Vergleich von 84 Millionen US-Dollar (Q2/2016) auf 42 Millionen US-Dollar.

Überdies erklärt AMD weitere operative Verluste in Höhe von 24 Millionen US-Dollar, bedingt etwa durch Kredite und aktienbasierte Ausgleichszahlungen.



AMD Ryzen Threadripper (links) und Ryzen Mobile im direkten Größenvergleich

AMD Ryzen Threadripper (links) und Ryzen Mobile im direkten Größenvergleich

Vergrößern



Threadripper und Vega sollen Umsatz weiter steigern

Für das dritte Quartal erwartet AMD einen Umsatzanstieg um zirka 23 Prozent im vergleich zum vorherigen Quartal. Dazu prognostiziert das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg zwischen 13 und 19 Prozent. Im dritten Quartal will AMD die von vielen Gamern heiß erwarteten Grafikkarten der Serie Radeon RX Vega in den Handel bringen, außerdem Mehrkern-Prozessoren der Serie Threadripper.


(mfi)