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AMD-Treiber Radeon Pro 17.8 für Vega: Hardware-Sicherheit und On-the-Fly-Treiberwechsel

AMD-Treiber Radeon Pro 17.8 für Vega: Hardware-Sicherheit und On-the-Fly-Treiberwechsel


Martin Fischer

Radeon Vega Frontier Edition

(Bild: AMD)

Der AMD-Profitreiber unterstützt die Radeon Vega Frontier Edition und deren integrierten Sicherheitsprozessor, außerdem HDR10- und 8K-Displays.



Vega-GPUs enthalten einen Sicherheitsprozessor, den AMD Secure Processor.

Vega-GPUs enthalten einen Sicherheitsprozessor, den AMD Secure Processor.

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Bild: AMD



AMD hat den Profi-Grafikkartentreiber Radeon Pro Software Crimson ReLive Edition 17.8 veröffentlicht. Er unterstützt unter anderem AMDs aktuelle Workstation-Grafikkarten der Serie Radeon Vega Frontier Edition und deren Hardware-Sicherheitsfunktionen. Letztere realisiert ein auf der Vega-Chipfläche integrierter Sicherheitsprozessor, der sogenannte “AMD Secure Processor”. Dieser soll unter Windows 10 sicherstellen, dass der Grafikprozessor, dessen Firmware und die Inhalte des Videospeichers vom Hochfahren bis zum Runterfahren geschützt sind. Über Trusted Execution soll so eine vertrauenswürdige Umgebung geschaffen werden.

Zudem unterstützt der Treiber HDR-Displays, etwa den 4K-HDR10-Monitor Dell UP2718Q, das 8K-Display Dell UP3218K sowie die Aufnahme von Arbeitsabläufen via Radeon ReLive. Das Tool ist nun in die “Radeon Pro Settings” des Grafiktreibers integriert. Die im Consumer-Treiber Radeon Crimson ReLive 17.7.2 eingeflossenen Verbesserungen, etwa die Video-Aufnahme mit bis zu 100 MBit/s, bietet der Profi-Treiber ebenfalls.



Das Profi-Treiberpaket unterstützt das Wechseln zwischen bis zu drei Treibern ohne Neustart.

Das Profi-Treiberpaket unterstützt das Wechseln zwischen bis zu drei Treibern ohne Neustart.

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Bild: AMD



Treiberwechsel auf Knopfdruck

Im 17.8er-Treiber lässt sich zwischen einem Profi- und Consumer-Modus wechseln. Laut AMD können Nutzer so auch zwischen bis zu drei Treibern ohne Neustart des Betriebssystems umschalten, unterstützt wird dafür allerdings nur Windows 10. Das erlaubt etwa Spieleentwicklern, ihre Projekte direkt auf AMDs normalem Radeon-Treiber zu testen. Mit dem bisherigen Radeon-Pro-Treiber konnten Nutzer der Radeon Vega Frontier Edition zwar auch zwischen Pro- und Gaming-Modus umschalten, allerdings bewirkte das laut AMD keinen Treiberwechsel.

Im Vergleich zum älteren Radeon Pro Software Crimson ReLive Edition 17.6 enthält der 17.8er nun auch Zertifizierungen für Profi-Grafikkarten der Serie Radeon Pro WX und soll die Basis für kommende, regelmäßige WQHL-Treiberupdates sein.

Die Radeon Vega Frontier Edition ist AMDs erste Grafikkarte mit Vega-Grafikchip und 16 GByte High Bandwidth Memory 2. Sie ist für professionelle Anwendungen in den Bereichen Spieleentwicklung, Machine/Deep Learning und Visualisierung optimiert. AMD verkauft die Karte in zwei Varianten: mit einem herkömmlichen Axial-Luftkühhler für 1100 Euro und als Liquid Edition mit einer All-in-One-Wasserkühlung ab 1600 Euro.


(mfi)