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Amazon verkauft wieder Blu-Smartphones

Kryptowire fand unter anderem auf dem Blu Grand M eine Firmware, die persönliche Daten ungefragt nach China verschickt. Nachdem Amazon Smartphones von Blu aus dem Angebot nahm taucht es nun wieder auf, ist aber aktuell nicht lieferbar.

(Bild: Amazon)

Amazon hatte Billig-Smartphones von Blu nach Spyware-Vorwürfen aus seinem Angebot genommen. Nun geht der Handelsriese auf die Verteidigung des Herstellers ein: Die Datenschutzbestimmungen erlauben den Datenversand nach Schanghai.

Nachdem Amazon Smartphones des Herstellers Blu wegen “Sicherheitsbedenken” aus dem Programm genommen hatte, tauchen diese Geräte nun wieder auf der Plattform auf. Konkret ging es um eine Update-Funktion in der Firmware, die persönliche Daten des Smartphone-Besitzers nach China verschickt. Experten von Kryptowire hatten das Problem gefunden und im März auf der Black-Hat-Konferenz vorgestellt.



Twitter

Blu bezeichnet Amazons Sicherheitsbedenken auf Twitter als einen “falschen Alarm”. Ob die spionierende Firmware wirklich von den Geräten verschwunden ist, bleibt dabei ungeklärt.

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Bild: Twitter


Blu sprach zunächst von einem Versehen, das durch Updates behoben werden sollte. Die Forscher konnten aber zeigen, dass auch nach diesem ersten Update weiter Daten nach Schanghai abflossen. Gegen das Entfernen der Geräte aus dem Angebot bei Amazon wehrte sich das Unternehmen jedoch nicht mit einem Update, sondern mit einem Verweis auf seine Datenschutzbestimmungen. Die erlauben nämlich die Erhebung persönlicher Daten, sobald man das Gerät benutzt, ebenso das Speichern und Verarbeiten der Daten auch außerhalb der USA. Ob die aktuell verkauften Smartphones noch die problematische Update-Funktion nutzen, lassen die sibyllinischen Äußerungen von Blu leider nicht eindeutig erkennen.


(jme)