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Alibaba investiert in Forschung und Entwicklung zu KI

Unter dem Namen “Alibaba DAMO Academy” legt der chinesische Konzern ein weltweites Forschungsprogramm auf, in das insgesamt 15 Milliarden US-Dollar fließen sollen. Vor allem neue Techniken auf Basis Künstlicher Intelligenz sollen gefördert werden.

Die chinesische Handelsplattform Alibaba zählt in ihrem Heimatland zu den größten E-Commerce-Konzernen, will sich aber auch weltweit stärker gegen etablierte Konkurrenz wie Amazon positionieren. Wettbewerbsvorteile verspricht sich Konzernchef Jack Ma dabei vor allem durch den Einsatz modernster Technik – wie beispielsweise Künstlicher Intelligenz. Mit der “Alibaba DAMO Academy” – das Kürzel DAMO steht für Discovery, Adventure, Momentum und Outlook – kündigte das Unternehmen nun eine global angelegte Forschungsinitiative an, für die in den nächsten drei Jahren insgesamt 15 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt werden sollen.

Unter der Leitung von Jeff Zhang, CTO der Alibaba Group, wird die Academy demnach weltweit zunächst sieben Forschungslabore einrichten, in China (Peking und Hangzhou), den USA (San Mateo und Bellevue), Russland (Moskau), Israel (Tel Aviv) sowie Singapur. Die Arbeiten der Forscher sollen sich primär um Big Data, Internet of Things (IoT), Fintech, Quantencomputing und Mensch-Maschine-Interaktion drehen. Bis zu 100 Nachwuchstalente will Alibaba dafür neu einstellen, aber auch mit etablierten Forschungseinrichtungen wie beispielsweise dem RISE Lab an der Universität Berkeley eng kooperieren.

Erklärtes Ziel ist es, möglichst rasch neue Techniken zur Marktreife zu führen, die Alibabas Dienste und Angebote effizienter machen oder ganz neue Bereiche erschließen. Den Fokus wolle das Unternehmen dabei auf Machine Learning, Netzwerksicherheit, Visual Computing und Natural Language Processing (NLP) legen. Künstliche Intelligenz komme bei Alibaba in verschiedenen Anwendungen bereits seit etwa drei Jahren in der Praxis zum Einsatz. So nutzt die E-Commerce-Sparte des Konzerns KI beispielsweise bei der Bearbeitung von Kundenanfragen oder auch um drohende Störungen in der Logistik frühzeitig erkennen und vermeiden zu können.

Gesichtserkennung nutzt Alibaba nicht nur für die Zugangskontrolle der eigenen Mitarbeiter, sondern auch der Bezahldienst Alipay, der weltweit bereits über 450.000 Nutzer vorweisen kann, wurde inzwischen um diese Funktion erweitert: Seit kurzem bietet ein Fast-Food-Restaurant in der chinesischen Metropole Hangzhou das sogenannte “Smile to Pay” an.


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