/Aeromobil: Fliegendes Auto soll ab 2020 ausgeliefert werden

Aeromobil: Fliegendes Auto soll ab 2020 ausgeliefert werden

Aeromobil: Fliegendes Auto soll ab 2020 ausgeliefert werden


Martin Holland

Das Aeromobil 4.0

Zwar steht die Zertifizierung noch aus, aber bei Aeromobil ist man zuversichtlich, das eigene fliegende Auto ab 2020 an erste Kunden ausliefern zu können. Die sollen damit dann Auto fahren, aber auch von einfachen Flugplätzen aus abheben können.



Aeromobil

In der Konfiguration für die Straße.

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Bild: Aeromobil


Das seit Jahren entwickelte fliegende Auto der slowakischen Firma Aeromobil soll kommendes Jahr in die Produktion gehen und ab 2020 an Kunden ausgeliefert werden. Das teilte das Unternehmen anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) mit, auf der die inzwischen vierte Version des Gefährts zu sehen ist. Das fertige Aeromobil soll demnach innerhalb von drei Minuten vom Fahr- auf Flugbetrieb umgestellt werden können. Auf der Straße soll es mit einer Tankfüllung 700 Kilometer weit kommen, in der Luft 750 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit in der Konfiguration als Auto liege bei 160 km/h, das Flugzeug erreiche eine Reisegeschwindigkeit von 260 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h. Das 720 Kilogramm schwere Aeromobil soll bis zu 240 Kilogramm transportieren können.

Bevor das Aeromobil aber wirklich in Serie produziert werden kann, steht noch die Zertifizierung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit an, berichtet Golem. Die werde von dem Unternehmen aber erwartet und dann sollen insgesamt 500 Aeromobile für 1,2 Millionen Euro verkauft werden. Fahrer beziehungsweise Piloten brauchen demnach einen Pkw-Führerschein und eine Privatpilotenlizenz. Noch stehe aber auch der Erstflug aus – 2015 war ein Prototyp der vorigen Version 3.0 abgestürzt. Sollte die neue Version tatsächlich auf die Straße kommen, könnte sie nicht direkt von dort starten, etwa im Fall eines Staus. Weil das nicht erlaubt sei, dürfe das Aeromobil nur von einem Flugplatz abheben, so Chefingenieur Simon Bendrey. Davon gebe es aber jede Menge.


(mho)