/Achtung: Abzocker-Version des Windows Movie Maker ist Nummer Eins bei Google

Achtung: Abzocker-Version des Windows Movie Maker ist Nummer Eins bei Google

Achtung: Abzocker-Version des Windows Movie Maker ist Nummer Eins bei Google

Angebot auf der Webseite der Betrüger

(Bild: Eset)

Eine gefälschte Version des nicht mehr von Microsoft angebotenen Windows Movie Maker verführt Opfer zum Download und bittet sie dann zur Kasse. Die Betrüger-Webseite hat es sogar ganz vorne in die Ergebnisse vieler Suchmaschinen geschafft.

Abzocker, die auf ihren Webseiten gefälschte oder raubkopierte Software anbieten und ihre Opfer damit betrügen, sind ein altbekanntes Phänomen. Jetzt haben es Gauner mit einer solchen Masche allerdings an die Spitze der Google-Suchergebnisse geschafft. Und auch in anderen Suchmaschinen wird die Betrüger-Seite windows-movie-maker.org ganz weit vorn gelistet. Wer auf der Seite landet und die Software herunterlädt, erhält zwar eine funktionierende Version des ehemaligen Video Editors von Microsoft, wird dann aber zu Kasse gebeten.

Die gefälschte Movie-Maker-Variante hat es bis auf Platz Eins der Google-Suchergebnisse geschafft.

Die gefälschte Movie-Maker-Variante hat es bis auf Platz Eins der Google-Suchergebnisse geschafft.

(Bild: ESET
)

Windows Movie Maker, früher ein kostenloses Angebot von Microsoft, gibt es seit Anfang des Jahres nicht mehr. Die Software soll in Windows 10 durch Microsofts neue Story-Remix-Funktionen ersetzt werden, was allerdings bisher auf sich warten lässt. Kein Wunder also, dass es immer noch Nutzer gibt, welche die alte Version herunterladen wollen. Und die scheinen momentan zu Hauf den Betrügern auf den Leim zu gehen, da deren Webseite augenscheinlich sehr gut Suchmaschinen-optimiert ist. Die Sicherheitsfirma ESET berichtet, dass momentan vor allem Opfer in den Philippinen, in Israel, sowie in Finnland und Dänemark die Software installieren.

Den Opfern wird vorgegaukelt, es handele sich bei der heruntergeladenen Version des Videoschnittprogramms lediglich um eine Testversion. Sie werden dann mit knapp 30 US-Dollar zur Kasse gebeten. Aus offensichtlichen Gründen sollte man sich auf solche Betrugsversuche nicht einlassen. Software sollte grundsätzlich nur aus vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen werden – im Fall von Microsoft-Software also von der Webseite des Herstellers oder aus dem Windows Store.


(fab)