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4K-Videovergleich: iPhone X tritt gegen High-End-Systemkamera an

4K-Videovergleich: iPhone X tritt gegen High-End-Systemkamera an


Leo Becker



Ein Fotograf hat die 4K-Videofähigkeiten des neuen iPhones mit Aufnahmen von Panasonics GH5 verglichen und ist zu teils überraschenden Ergebnissen gekommen.

Wie schlägt sich das iPhone X im Vergleich zu einer spiegellosen Systemkamera bei Videoaufnahmen? Dieser Frage ist der Fotograf Lee Morris nachgegangen: Er verglich die 4K- und Zeitlupenaufnahmen des iPhone X mit Videos der rund 1800 Euro teuren Panasonic Lumix GH5. Er habe bereits ältere iPhones erfolgreich für Videoauftragsarbeiten eingesetzt, so Morris und zeigte sich doch überrascht, wie schwer die Videos des iPhone X von den Aufnahmen der Systemkamera zu unterscheiden sind. Erst beim Zoom auf Details sei zu erkennen, dass die GH5 die besseren Bilder mit weniger Artefakten liefert.

Erst bei wenig Licht wird es schwierig fürs iPhone

Auch im Einsatz bei schwierigeren Lichtsituationen im Außenbereich schlage sich das iPhone X sehr gut, so Morris’ Fazit – Apples Bildprozessor verleihe den Aufnahmen bereits einen zusätzlichen Kontrast, den man sonst erst selbst in der Postproduktion aus dem Quellmaterial herausholen müsse.

Im Unterschied zu vorausgehenden iPhone-Modellen bereitet die optische Bildstabilisierung keine auffälligen Probleme mehr, wenn man das Smartphone auf einem Gimbal einsetzt, merkt der Fotograf an. Erst bei Innenaufnahmen mit geringer Beleuchtung werde der Unterschied zwischen iPhone und Spiegelloser sofort deutlich: Hier könne das Smartphone nur wenig Licht einfangen und liefert zu dunkle Aufnahmen.

Mit dem iPhone zum Spielfilm

Die iPhone-Kamera wird seit längerem von Nutzern professionell eingesetzt – dies reicht bis hin zu kompletten Spielfilmen: So setzte etwa der Indie-Streifen Tangerine komplett auf das iPhone 5s in Kombination mit der App Filmic Pro. Der Regisseur Steven Soderberg hat seinen neuesten, noch unveröffentlichten Film Unsane angeblich auch komplett mit dem iPhone geschossen – welche zusätzliche Hardware und Software dabei zum Einsatz kam, wurde bislang nicht bekannt.


(lbe)